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10. November 2014


(Berlin, November 2014) Obwohl sie in beängstigender Geschwindigkeit wachsen und international vernetzt werden, finden polizeiliche DNA-Datenbanken selbst in der derzeitigen Überwachungsdiskussion kaum Beachtung. Um diesem Umstand abzuhelfen, hat das GeN jetzt ein Buch herausgegeben, das wir am 27.11. in Berlin vorstellen. Gemeinsam mit Matthias Monroy, (unter anderem aktiv bei www.netzpolitik.org und Bürgerrechte & Polizei/CILIP) und allen Interessierten wollen wir über Fehlerquellen und gefährliche Weiterentwicklungen der DNA-Profilanalyse und über die Expansion polizeilicher DNA-Datenbanken diskutieren und anschließend das Erscheinen des Buches feiern.
1. September 2014 Uta Wagenmann
Kurzsichtiger Werberat "Eine Herabwürdigung von Menschen mit Trisomie 21 erkennen wir allein in dem Bewerben von Tests zur Früherkennung nicht", so die lapidare Antwort des deutschen Werberates auf unsere Beschwerde gegen die Werbung für pränatale Bluttests, mit denen nach Trisomien beim Ungeborenen gefahndet wird. Da mit den Tests "frühzeitig" das Vorliegen oder Nicht-Vorliegen eines Down-Syndroms beim Ungeborenen festgestellt werde, liege es "in der Natur der Sache, dass über die Möglichkeiten der Diagnostik aufgeklärt" werde.
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18. November 2014
(Berlin/Köln, November 2014) Das Gen-ethische Netzwerk und das Komitee für Grundrechte und Demokratie fordern in einer gemeinsamen Pressemitteilung eine kritische Auseinandersetzung mit der "Nationalen Kohorte" (NAKO). Das gigantische Biobankprojekt, das Bioproben von 200.000 Menschen in der Bundesrepublik sammeln und 20 Jahre lang von ihnen Daten zu Gesundheit und Lebensstil erheben will, wurde am 10. November offiziell eröffnet und wird von Politik und Betreibern als "Gesundheitsstudie" beworben. Tatsächlich aber wird hier ohne konkrete wissenschaftliche Fragestellungen eine Proben- und Datensammlung angelegt, die industrielle und gesundheitspolitische Begehrlichkeiten wecken wird, vor denen ProbandInnen nicht ausreichend geschützt sind.


4. November 2014

(Berlin, 5. November 2014) Verschiedene Verbände aus den Bereichen Umwelt- und Verbraucherschutz, Saatgut und Landwirtschaft veröffentlichen heute eine gemeinsame Stellungnahme zum Thema neue Gentechnik-Verfahren. Sie warnen vor der Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere in der Landwirtschaft, die weder auf Risiken untersucht noch gekennzeichnet werden. Die Verbände, u.a. BUND und Greenpeace, veröffentlichen ihre Position anlässlich einer Tagung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), die am 5. und 6. November 2014 in Berlin stattfindet und auf der die neuen Technologien vorgestellt werden. Wissenschaftler, Industrie und Behörden beraten über die mit der Einführung der neuen Techniken verbundenen Herausforderungen.*

5. Oktober 2014
(Berlin, 1. September 2014) Das Gen-ethische Netzwerk startet eine Unterschriftenaktion gegen die Einführung nicht-invasiver Pränataldiagnostik in die Regelversorgung von Schwangeren. Schon in der vergangenen Woche hatten wir gemeinsam mit BioSkop und dem Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik eine Stellungnahme verfasst, in der wir den Gemeinsamen Bundesausschuss auffordern, seine Entscheidung über die probeweise Einführung des Bluttests auf das Down-Syndrom beim Ungeborenen in die Schwangerenversorgung zurückzunehmen.
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226 - Oktober 2014
GID_Titel226
Dass es keine gv-Lebensmittel in Geschäften und auf Tellern gibt, daran haben wir uns gewöhnt - aber sind unsere Lebensmittel wirklich frei von Gentechnik? Und wenn ja: Bleiben sie es? Eine Bestandsaufnahme.

Rauchverhalten
April 2004
Männer sind anders und Frauen auch: Diese Binsenweisheit bestätigte scheinbar eine Studie unter Menschen beiderlei Geschlechts, die sich bemühten, das Rauchen aufzuhören. Danach hängt die Wirksamkeit von Nikotinpflastern gegen das Suchtverhalten bei Frauen von den Genen ab, bei Männern jedoch nicht. Für die im British Medical Journal online vorgestellte Untersuchung knüpften die Wissenschaftler um die Medizinerin Patricia Yudkin an der britischen Oxford University an eine bereits vor zehn Jahren abgeschlossene Studie an. Yudkin und ihre MitarbeiterInnen führten eine Gendiagnostik durch, um zu analysieren, welche Rezeptoren im Gehirn bei den damaligen TeilnehmerInnen für die Aufnahme des Dopamins eine Rolle spielten und in welchem Verhältnis die Wirksamkeit des Nikotinpflasters dazu stand. Dopamin gilt als zentraler Botenstoff für die Entwicklung einer Tabakabhängigkeit. Für die Untersuchung wurde 752 Freiwilligen, die bereits damals teilnahmen, Blut abgenommen. Der Auswertung zufolge soll das Pflaster vor allem Frauen geholfen haben, die eine eher ungewöhnliche Variante des betreffenden Rezeptors haben. Bei Männern gab es keinen vergleichbaren Zusammenhang.
New York Times, 23.03.04
k.A.