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27. Juli 2016

Das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) und der Forschungsausschuss des Parlaments veranstalten am 29. September gemeinsam ein öffentliches Fachgespräch unter dem Titel »Synthetische Biologie, Genome Editing, Biohacking – Herausforderungen der neuen Gentechnologien«.

Es wird sich in wesentlichen Teilen auf den Arbeitsbericht 164 des TAB „Synthetische Biologie“ beziehen, den das Büro im vergangenen Jahr veröffentlichte. GeN-Mitarbeiter Christof Potthof hat im Rahmen der Erstellung des Berichts ein Kommentargutachten verfasst und wird auch bei dem Fachgespräch mit einem Kommentat im Programm vertreten sein.

30. Mai 2016 Uta Wagenmann

Blut ist ein Rohstoff. Das geht aus einer Meldung der Ärztezeitung hervor, in der über die Expansion des Blutprodukteherstellers Biotest AG in Ungarn berichtet wird. Das Unternehmen baue mit der Eröffnung seines vierten Plasmapheresezentrums „sein Netzwerk zur Rohstoffgewinnung weiter aus“. Dass für die Beschaffung von Blutplasma Menschen nötig sind, scheint nur durch die Erwähnung der Bettenanzahl des Zentrums kurz auf. Folgerichtig ist auch über Behandlung und Bezahlung der Rohstofflieferanten nichts zu erfahren.

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22. September 2016

(Berlin, 22. September 2016) Zum heutigen Kinostart des Films „24 Wochen“ möchten wir auf eine Besprechung aufmerksam machen, die im Gen-ethischen Infomationsdienst (GID) anlässlich der Premiere auf der Berlinale erschienen ist: Die Grenzen des Tabubruchs von Susanne Schultz

 

22. September 2016

(Berlin, 22. September 2016) Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) trägt im August 2016 den Titel Gentests in der EU. Hegemonie der Anbieter.

Zum Inhalt: Der Markt für Tests, die genetische Informationen liefern, wächst beständig. Obwohl allseits beklagt wird, dass die über Marktmechanismen stattfindende Steuerung unzureichend ist, rückt eine politische Regulierung mit dem neuen EU-Recht in weite Ferne.

18. August 2016

(Berlin, 18. August 2016) Das GeN kritisiert vehement den heutigen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), ein Methodenbewertungsverfahren für so genannte nicht-invasive pränataldiagnostische Tests (NIPT) einzuleiten. Damit wird deren Einführung in die Regelversorgung von Schwangeren wahrscheinlich. Das Gen-ethische Netzwerk wird sich diesem Vorhaben auch weiterhin mit allen Kräften entgegenstellen. Es kann und darf nicht sein, dass die mit einer selektiven Praxis verbundenen NIPT Routine in der Schwangerenversorgung werden!

237 - August 2016
GID_Titel237

Der Markt für Tests, die genetische Informationen liefern, wächst beständig. Obwohl dessen fehlende Steuerung allseits beklagt wird, rückt sie mit dem neuen EU-Recht in weite Ferne.

Februar 2007

Eine Variante des SCN9A-Gens wird für den Verlust der Fähigkeit verantwortlich gemacht, Schmerz zu fühlen. Ein Forschungsteam der britischen Cambridge University unter Leitung von Geoffrey Woods untersuchte die DNA von Angehörigen eines pakistanischen Jungen, der sich mit Messern verletzen oder auf glühenden Kohlen laufen konnte, ohne Schmerz zu fühlen. Sechs seiner Familienangehörigen sollen ähnlich schmerzresistent sein; sie alle tragen zugleich die SCN9A-Variante. Es sei überraschend, so die Forscher, dass die Mutation eines einzelnen Gens diesen Effekt haben kann, da "die Signalwege der Schmerzempfindung vielfältig und komplex sind." Tests hätten aber bestätigt, dass die Genvariante mit einer "Abschaltung" von Rezeptoren verbunden ist, sodass das Schmerzsignal das Gehirn nicht erreicht. "Jetzt können wir Schmerz als ein genetisch reguliertes Problem (...) begreifen", sagte George R. Uhl von der John Hopkins University in Baltimore - allerdings schon vor fast acht Jahren. Im Juli 1999 war erstmals ein einzelnes Gen nebst zugehörigem Rezeptor zur Ursache der Schmerzempfindlichkeit erklärt worden, ein Ereignis, das sich im Laufe der Jahre mit anderen Genen wiederholte. Und sowohl in der Vergangenheit wie auch im aktuellen Fall wird die Entwicklung neuartiger Schmerzmittel auf der Basis der Entdeckung in Aussicht gestellt.

Ärzte Zeitung online 14.12.06; www.cosmomagazine.com/node/923; für Recherchen zu früheren "Schmerzempfindlichkeitsgenen": http://aiche.confex.com/aiche/2006/techprogram/P77769.HTM; www.med.umich.edu/opm/newspage/2003/paingene.htm; www.sppm.org/FYI/Pain_gene.htm