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22. Januar 2017

(Berlin, 22. Januar 2017) Bei der diesjährigen Wir haben es satt!-Demo waren am gestrigen Samstag etwa 18.000 Menschen gegen die Macht der Agrar-Konzerne auf die Straße gegangen. Angeführt von 130 Traktoten demonstrierten sie der Mitte Berlins - vom Potsdamer Platz, vorbei am Bundestag zur Abschluss-Kundgebung am Brandenburger Tor. Das Gen-ethische Netzwerk war gemeinsam mit Kein Patent auf Leben! mit einem großen Banner [Keine Patente auf Pflanzen und Tiere]  mit am Start. Unseren aktuellen Flyer - passend zum Motto der Demo: "Gentech-Konzerne - Macht euch vom Acker!" -  können Sie hier direkt aus dem Netz laden.

19. Dezember 2016 Susanne Schultz

WissenschaftlerInnen haben sich in einem Offenen Brief kritisch zu einer möglichen Ausweitung polizeilicher DNA-Analysen geäußert. Anlass sind jüngste sicherheitspolitische Forderungen, die DNA-Analyse von körperlichen Merkmalen in Deutschland zu legalisieren.

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20. Januar 2017

(München und Berlin, 20. Januar 2017) Mehrere Nichtregierungsorganisationen haben Einspruch gegen europäische Patente eingereicht, die den Brauereikonzernen Carlsberg und Heineken gemeinsam gehören. Das Europäische Patentamt (EPA) erteilte 2016 die beiden Patente EP2384110 und EP2373154. Sie erstrecken sich auf Gerste aus konventioneller Züchtung und deren Verwendung durch die Brauereien sowie das damit produzierte Bier. Die Einsprechenden gehen davon aus, dass die Gerste unter das Verbot der Patentierung von konventioneller Züchtung fällt. Erst jüngst hatte die Europäische Kommission bestätigt, dass sowohl die Verfahren zur Züchtung als auch die daraus resultierenden Pflanzen und Tiere nicht patentiert werden dürfen.

4. Dezember 2016

(Hamm und Berlin, 4. Dezember 2016) Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks spricht sich gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen aus, die mit einem „Gene Drive“ ausgestattet sind. „Ich teile Ihre Bedenken, dass ,Gene Drive‘ erhebliche Auswirkungen auf die Ökosysteme haben kann und dass daher insbesondere Vorsicht bei der Forschung und Risikobewertung walten sollte. Eine Freisetzung von Organismen, bei denen Gene Drive verwendet wird, halte ich aus ökologischer Sicht zurzeit für nicht vertretbar,“ positioniert sich die Ministerin im Vorfeld zur 13. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt, die vom 4. bis 17. Dezember in Mexiko stattfinden wird.

29. November 2016

(Berlin, 28.11.2016) Das Gen-ethische Netzwerk hat gemeinsam mit über 450 weiteren Organisationen einen Offenen Brief gegen die Ratifizierung von CETA, dem geplanten Freihandels- und Investitionsschutzabkommens der EU mit Kanada, unterzeichnet.

239 - Dezember 2016
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Weizen zählt zu den wichtigsten Nutzpflanzen weltweit. Und doch wird er bis heute nicht in gentechnisch veränderten Varianten kommerziell angebaut - in keinem einzigen Land der Welt. Aber die Entwicklung von Weizenhybriden steht ganz oben auf dem Programm.

Homosexualität
Februar 2005

In einer Studie an 465 Männern aus 146 Familien mit mindestens zwei männlichen Homosexuellen wiesen 60 Prozent der homosexuellen Männer auf drei Chromosomen identische genetische Variationen auf; diese Variationen sind dagegen nur bei 50 Prozent der heterosexuellen Männer vorhanden. Daraus folgern die Wissenschaftler um Brian Mustanski am National Institute of Health in Bethesda/USA, dass sie die genetische Grundlage der Homosexualität gefunden haben. Bei der Vorstellung der Studie in der Märzausgabe der Zeitschrift Human Genetics relativieren sie zugleich die Bedeutung der Ergebnisse: "Die sexuelle Orientierung ist ein so komplexes Merkmal", so Mustanski, "dass wir nie ein einzelnes Gen finden werden, das bestimmt, ob jemand gay wird oder nicht." Er hält es für sicher, dass erst die Wechselwirkung der verschiedenen Gene miteinander und mit anderen Faktoren zu Homosexualität führen. Zu diesen Faktoren zählen die Wissenschaftler eigentlich alles, was die sexuelle Orientierung eines Mannes eben so beeinflussen kann, unter anderem den Erziehungsstil, die Anzahl älterer Brüder, Umwelt- oder hormonelle Einflüsse.

afp, 28.01.05; Human Genetics Alert Newsletter, 11.02.05