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19. September 2017

Mit einer Diskussionsveranstaltung am 11. Oktober stellt das Gen-ethische Netzwerk die neue Ausgabe des GID „Hinter dem schönen Schein - Feminismus vs. Reprotech” vor. Wir möchten mit Gästen und Publikum über eine kritische feministische Perspektive auf Reproduktionstechniken wie „Leihmutterschaft“ und Eizell„spende“ diskutieren.  Zur Einstimmung beleuchtet die aktuelle Dokumentation „Future Baby” von Maria Aramovsky die internationalen Regelungen der Techniken und fängt Stimmungsbilder ein.

Mittwoch 11. Oktober, Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Aquarium, Skalitzer Strasse 6, Berlin, berollbar
mit kleinem veganem Buffet und Getränken

2. Mai 2017 GeN

Um die Diagnose von genetischen Syndromen anhand von äußerlichen Merkmalen zu erleichtern, hat ein US-amerikanisches Start-up eine Gesichtserkennungssoftware entwickelt. Das GeN findet diese Software hochproblematisch, da sie die Stigmatisierung von Menschen mit äußerlichen Normabweichungen erleichtert und dazu auch von Nicht-MedizinerInnern benutzt werden kann.

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20. September 2017

(Berlin, Hamm, Göttingen, 20. September 2017) Aus aktuellem Anlass fordern die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die Bioverbände Bioland und Demeter, der BUND, das Gen-ethische Netzwerk und die IG-Saatgut von der Bundesregierung, sich für eine strikte Regulierung neuer Gentechnik-Verfahren nach Gentechnikrecht einzusetzen. Erst in der ver­gan­genen Woche war ein Vorschlag der niederländischen Regierung bekannt geworden, der die aktuelle Diskussion um die neuen Gentechnik-Verfahren in der EU erneut anheizt. Das Bundes­landwirtschafts­ministerium bietet unterdessen einen „Dialog“-Prozess an – ihrem Anspruch, offen und transparent zu sein, sind die Veranstalter jedoch in keiner Weise gerecht geworden.

14. September 2017

Das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik, von dem das GeN Teil ist, hat auf seiner Jahrestagung im Sommer ein Positionspapier beschlossen, in dem es sich eindeutig und unmißverständlich von fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen und "Lebensschützern" abgrenzt.

8. September 2017

(Berlin, 08.09.17) Das Gen-ethische Netzwerk ruft als Teil des Bündnisses Freiheit 4.0 – Rettet die Grundrechte! zusammen mit über 50 Organisationen zur Demonstration gegen Überwachung am 9. September 2017 in Berlin auf. Fokus der Kritik des GeN ist die zunehmende Ausweitung polizeilicher DNA-Befugnisse, wie die kürzlich beschlossene Legalisierung von Teiltreffersuche bei DNA-Reihenuntersuchungen.

242 - August 2017
GID_Titel242

Kinderwunschmesse, Positionspapiere, Bioethik-Foren - die Diskussion um eine mögliche Liberalisierung bisher in Deutschland verbotener Reproduktionstechniken hat in diesem Jahr an Fahrt aufgenommen.

April 2008

Ein Team an der Emory Universität in Atlanta erforschte, dass ein bestimmtes Gen namens FKBP5 kombiniert mit Missbrauchs-Erfahrungen in der Kindheit ein erhöhtes Risiko bewirke, post-traumatische Belastungsstörungen (PTBS) nach schockierenden Erlebnissen zu entwickeln. 900 nicht-psychiatrische PatientInnen eines Krankenhauses in Atlanta hatten dafür Angaben gemacht und Speichelproben abgegeben. KritikerInnen befürchten, dass solche Forschungsergebnisse dafür eingesetzt werden können, Rekruten genetisch zu screenen. Tatsächlich arbeiten einige Mitglieder des Teams schon länger an der Frage, wie SoldatInnen Kriegserlebnisse verarbeiten. Eine Autorin der Studie, Rebekah Bradley, ist Direktorin am Gesundheitszentrum für VeteranInnen in Atlanta. Und seit 2006 forscht ein weiterer Autor der Studie, Kerry J. Ressler, an einem Medikament gegen post-traumatischen Stress für VeteranInnen. Der Wirkstoff D-Cycloserin (DCS), für den Ressler im Übrigen Inhaber eines Patentes ist, soll Neurotransmitter hemmen, die mit Angstreaktionen in Verbindung gebracht werden. Nach einer Studie des US Departments of Veterans Affairs leiden etwa 30 Prozent der VietnamveteranInnen und bisher 18 Prozent der IrakveteranInnen an PTBS.

Journal of the American Medical Association, 19.3.08; PM Emory University, 29.06.06 und 18.03.08; The Times, 24.03.08