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18. August 2015

(Berlin, 18.8.2015) Ein Schreiben mit Fragen zur Nationalen Kohorte (NAKO) hat das GeN gestern an Bundesforschungsministerin Wanka sowie an die Bundestagsausschüsse für Gesundheit und für Forschung geschickt. Dabei setzen wir auf die parlamentarische Sommerpause, in der Ministerin und Ausschussmitglieder genug Muße haben sollten, sich unseren Fragen mit der gebotenen Aufmerksamkeit zu widmen.

2. Juni 2015 Susanne Schultz

Silo-Effekt Labore interpretieren Ergebnisse von Gentests sehr unterschiedlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der US-Regierung. Wenn mehr als ein Labor befragt wurde, gab es bei 17 Prozent der 13.000 untersuchten Genvarianten unterschiedliche Auswertungen. Das mit der Studie beauftragte Konsortium ClinGen begründete diese Unterschiede mit dem Silo-Effekt, das heißt dem Aufbau isolierter Datenbanken durch konkurrierende Unternehmen. Außerdem seien heute gerade einmal 5.000 von 80 Millionen entdeckten Genvarianten einer bestimmten "disorder" zugeordnet.

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9. Juli 2015

(Berlin und Strasbourg, 8. Juli 2015) Die zivilgesellschaftlichen Bündnisse „TTIPunfairHandelbar“ und „Stop TTIP“ zeigen sich enttäuscht von der TTIP-Resolution des Europäischen Parlamentes. Sie kündigen weitere Proteste und eine Großdemonstration gegen TTIP und CETA im Rahmen eines europäischen Aktionstages am 10. Oktober in Berlin an.

22. Mai 2015

(Mai 2015) Im April starteten 27 Verbände einen gemeinsamen Aufruf an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Der Minister hatte im Februar ein neues Gentechnik-Verfahren namens RTDS „nicht als Gentechnik im Sinne des Gentechnikgesetzes“ eingestuft, obwohl diese Technik den gesetzlichen Kriterien für gentechnische Verfahren entspricht. [UPDATES: Pressemitteilung v. 12. Juni 2015 und Pressemitteilung v. 26. Juni 2015]

 

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12. Mai 2015

Am 26.5.2015 diesen Jahres soll der umstrittene australische Bioethiker Peter Singer in der Berliner „Urania“ den „Peter-Singer-Preis“ für seinen Beitrag zur „Tierleidminderung“ erhalten. Bekannt ist Philosoph Singer seit den 1980ern Jahren wegen seiner Forderung, die Tötung behinderter Säuglinge unter bestimmten Bedingungen zu legalisieren. Das Aktionsbündnis „Kein Forum für Peter Singer“ ruft zu einer Gegenkundgebung auf.

Im April 2015 forderte er in einem Radio-Interview, behinderten Säuglingen Leistungen des öffentlichen Gesundheitssystems zu entziehen: „Ich möchte nicht, dass sich meine Versicherungsbeiträge erhöhen, damit Kinder ohne Aussicht auf Lebensqualität teure Behandlungen bekommen“, so der Princeton-Professor.

[UPDATE: Beitrag von Radio Corax, 8. Juni 2015 unter www.freie-radios.net/70952]

230 - Juni 2015
GID_Titel230

Im Schwerpunkt betrachten wir die Agro-Gentechnik als Teil eines industriellen, von Agrarkonzernen dominierten Landwirtschaftsmodells, und geben Einblick in den globalen Kampf um Alternativen. Im Mittelpunkt stehen Landwirtschaften in Ländern des Globalen Südens.

Nikotinsucht
Dezember 2007

ForscherInnen von Universitäten aus Deutschland und den USA haben zwei Gene ausfindig gemacht, die Einfluss auf die Nikotinsucht von Menschen nehmen sollen. Bestimmte Veränderungen des Tryptophan-Hydroxylase (TPH) 1-Gens sorgen bei Veränderungen an einer bestimmten Stelle für verstärkte Zigarrettensucht, so Martin Reuter von der Universität Bonn. Veränderungen am TPH 2-Gen wiederum seien verantwortlich für den Drang, schon früh zur Zigarette zu greifen. Beide DNA-Abschnitte seien auch für die Produktion des Botenstoffs Serotonin verantwortlich, welcher Emotionen und Kognition beeinflusst. Ein Mangel an Serotonin führe zu Depressionen, daher ließe sich ein möglicher Zusammenhang erkennen zwischen der Produktion des Stoffs und der Stärke von Suchtanfälligkeit. Zu dem Schluss, dass Nikotinsucht zu 50-75 Prozent von den Genen abhängig sei, kamen die WissenschaftlerInnen bei einer Genanalyse von rund 4300 Freiwilligen. Reuter räumt allerdings ein, dass Umweltfaktoren einen wesentliche Rolle bei der Auslösung einer Zigarettensucht spielen.

Ärzte Zeitung, 23.11.07