• 3. März 2010
    von
    Uta Wagenmann
    Erfolgreiche Drohung Bis gestern hatten wir uns an dieser Stelle über ein Versprechen von BASF gefreut: Der Chemiekonzern hatte mitgeteilt, die Gentechnikforschung in Deutschland einstellen zu wollen, falls die Kartoffel Amflora nicht mehr rechtzeitig für die diesjährige Aussaat die Zulassung durch die EU-Kommission erhält. Offensichtlich hat auch die Kommission die Ankündigung ernst genommen - und gestern die Zulassung für die genetisch veränderte Kartoffel erteilt. Es geht also weiter mit dem Kampf gegen Gentechnikforschung bei BASF - und anderswo...
GID_Titel198
Gifte spielen in der Agro-Gentechnik eine große Rolle. Eine der entscheidenden Fragen bei der Bewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen ist, ob durch deren Anbau Pestizide eingespart werden können oder ob der Anbau letztendlich zu einem noch viel stärkeren Einsatz von Giften führt - mit merklichen Konsequenzen für Umwelt und Mensch. Fest steht jedenfalls: In der Debatte kann man im übertragenen Sinne von einer vergifteten Atmosphäre sprechen...

Außerdem unter anderem

  • Gen für...
    vorzeitiges Altern
    Nov 2008
    "Forscher entdecken Gen für vorzeitiges Altern" -- so titelte etwa der Berliner Tagesspiegel am 10.11.2008 -- nicht zuletzt deshalb, weil es sich um "Berliner Forscher" handelte. Nachdem man zuletzt über verschiedene Mäusestämme hören konnte, dass sie überdurchschnittlich lange oder kurz leben und sich deshalb als Modelle für das Altern eignen, liegen damit erste Ergebnisse auf DNA-Ebene beim Menschen vor. Forschungsobjekt waren Patienten aus vier Mennoniten-Familien, die alle an der seltenen Erbkrankheit Gerodermia osteodysplastica leiden. Diese Krankheit kennzeichnen nach der Geburt einsetzende Symptome wie "schlaffe, faltige Haut und Knochenschwund". Verantwortlich sei dafür, so die Forscher in "Nature Genetics", die Mutation des Gens (SCYL1BP1). Die Untersuchungen führte ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von WissenschaftlerInnen des Berliner Universitätsklinikums Charité und des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik durch.
    Tagesspiegel, 10.11.2008
Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) vermittelt seit 1986 Informationen und Kontakte zu Gen-, Bio- und Reproduktionstechnologien. Seit dieser Zeit gibt das GeN den Gen-ethischen Informationsdienst (GID) heraus, der im Jahr zuvor gegründet worden war und heute zweimonatlich erscheint. Der GID berichtet als einzige Zeitschrift in Deutschland gleichermaßen kritisch und wissenschaftlich fundiert in den Bereichen Landwirtschaft & Lebensmittel, Mensch & Medizin sowie Politik & Wirtschaft über diese Technologien. Das GeN nimmt außerdem Stellung zu aktuellen politischen Prozessen, führt Veranstaltungen durch und unterstützt andere Initiativen bei ihrem Engagement.