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Aufklärung zu prädiktiven Gentests verbessern!

(Berlin, 24. Februar 2015) Das GeN hat den Verband der privaten Krankenversicherungen zu einer offensiven Informationspolitik bezüglich Gentest-Ergebnissen aufgefordert. Der Zusammenschluss soll nicht nur das GenDG auf seinen Internetseiten verlinken. Seine Mitgliedsunternehmen müssen auch umgehend einen eindeutigen Hinweis in ihre Antragsunterlagen aufnehmen, dass Gentests nicht zu den Untersuchungen gehören, nach denen gefragt wird und darüber keine Auskunft erteilt werden muss.

Anlass für das Schreiben an den Verband war der Fall einer Frau, die einen Gentest auf Faktor-V und dessen positives Ergebnis in den Antragsunterlagen für eine private Krankenversicherung angegeben hatte. Ihre im Laborbefund behauptetes erhöhtes Risiko für Thrombosen hatte das Versicherungsunternehmen, die HUK-Coburg Krankenversicherung AG (HUK) zum Anlass genommen, den Antrag zunächst abzulehnen und nach einem Widerspruch der Antragstellerin eine Versicherung mit einem "Risikoaufschlag" von 30 Prozent anzubieten. Beides ist nach dem geltenden Gendiagnostik-Gesetz illegal.

Der Fall ist ausführlich beschrieben in der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes vom Februar 2015 (GID Nr. 228).

 

 

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