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NaKo: Das GeN legt nach!

(Berlin, 2. November 2015) Die im Rahmen der Nationalen Kohorte (NaKo) gesammelten Daten sollen zwar nicht verkauft, Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit Partnern aus der Industrie jedoch unterstützt werden. Das ist das einzig Neue im Antwortschreiben von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) auf unsere Fragen zur NaKo vom August dieses Jahres. Wir wollten diese Auskunft nicht auf sich beruhen lassen - und haben nachgehakt.

Denn bislang hat der Vorstand der NaKo die Frage nach dem Umgang mit kommerziellen Interessen in und an dem Projekt äußerst widersprüchlich beantwortet. Wenn Kooperationen mit der Industrie "ausdrücklich" unterstützt werden sollen, fragen wir uns, ob und wenn ja wie dabei Transparenz hergestellt werden wird.

In unserem erneut gemeinsam mit dem Komitee für Grundrechte und Demokratie und dem Verein zur Beobachtung der Biowissenschaften BioSkop verfassten Schreiben weisen wir unter anderem darauf hin, dass "private Unternehmen ein großes Interesse haben, ihre Kooperationsverträge mit Universitäten und wissenschaftlichen Instituten nicht öffentlich zu machen, und umgekehrt" und fragen die Ministerin, wie sie eine Geheimhaltung von Forschungsprojekten im Rahmen der NaKo verhindern will.

Mit der NaKo soll die hierzulande bislang größte Sammlung von Daten und Bioproben entstehen; geplant ist, 200.000 Frauen und Männer zwanzig bis dreißig Jahre lang in regelmäßigen Abständen zu untersuchen und zu befragen (siehe dazu auch GID 229).

AnhangGröße
2015_10_15 Antwort NaKo_Wanka.pdf418.75 KB
2015_10_30 Antwortbrief GeN_Komitee_BioSkop.pdf160.13 KB
2015_08_17 Offener Brief NaKo.pdf49.49 KB