Alkoholismus
Wissenschaftler der britischen Universitäten Oxford und Bristol wollen festgestellt haben, dass Menschen mit einer bestimmten Version des DRD2-Gens wenig Alkohol trinken. Dabei seien die Auswirkungen des Gens bei Männern stärker gewesen als bei Frauen, so Marcus Munafo und seine KollegInnen im Fachmagazin Pharmacogenomics. An den Untersuchungen nahmen 1000 Männer und Frauen teil, die Auskunft über ihre Trinkgewohnheiten gaben. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass zumindest manche Verhaltenweisen, so auch das Trinken, auch genetische Ursachen haben. Menschen mit den entsprechenden Veranlagungen seien anfälliger dafür, abhängig zu werden. Das DRD2-Gen kodiert für ein Rezeptorprotein, welches die Empfänglichkeit der Gehirnzellen für den "Glückbotenstoff" Dopamin beeinflusst. DRD2 wurde bereits in Zusammenhang mit Rauchverhalten und Nikotinabhängigkeit gebracht.
BBC News, 17.03.05



