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Angst

US-amerikanische Forscher haben bei Experimenten an Mäusen das Gen Stathmin entdeckt, das erlernte und angeborene Formen von Angst steuern soll. Sie berichten im Fachmagazin Cell, dass Mäuse, denen Stathmin fehle, sich kühner verhielten und ein geringeres Vermögen besäßen, Ängste zu erlernen. Diese Entdeckung soll es erlauben, angeborene und erlernte Angststörungen beim Menschen besser zu erforschen und im weiteren Therapiemöglichkeiten für solche Störungen zu entwickeln. Ähnliches berichtet ein Team um Marcella Rietschel vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim im American Journal of Psychiatry. Rietschel will eine Genvariante lokalisiert haben, die den Verfolgungswahn begünstigen soll. Sie verglich Schizophrenie-Patienten mit solchen, die an einer manischen Depression leiden. In beiden Patientengruppen verfügten Menschen, die unter Verfolgungswahn litten, über die gefundene Genvariante. Genaueres über die Funktionsweise des Gens ist aber noch nicht bekannt.
www.wissenschaft.de, 18.11.05; American Journal of Psychiatry, Bd.162, S. 2101; Berliner Zeitung, 09.11.05