Arterienverkalkung
Ein internationales Forscherteam um Frank Rutsch von der Universitätsklinik Münster und Peter Nürnberg vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch will herausgefunden haben, warum manche Kinder mit einer Arterienverkalkung zur Welt kommen. Ursache sei eine Mutation an einem Gen, dass für die Bildung von anorganischem Pyrophosphat verantwortlich sein soll. Dabei handelt es sich um einen Schutzstoff gegen Verkalkung, der in leicht abgewandelter Form auch Zahncremes beigemengt wird, um die Zahnsteinbildung zu unterdrücken. Die Wissenschaftler fanden anhand der DNA-Proben von elf erkrankten Kindern und deren Eltern nach eigenen Angaben heraus, dass die Inaktivität des entsprechenden Gens rezessiv vererbt wird – das heißt, beide Elternteile müssen ein "defektes" Gen vererben, damit ihr Kind erkrankt.
Berliner Zeitung, 30.07.03; Nature Genetics online, 28.07.03



