Creutzfeldt-Jakob- Unempfindlichkeit
Bestimmte heterozygote Genveränderungen sollen vergleichsweise unempfindlich für die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) machen. Nach Angaben des Neuropathologen Adriano Aguzzi von der Universität Zürich profitiert etwa die Hälfte der europäischen Bevölkerung davon. Bei diesen Menschen liegt eine Veränderung in der Kopie des Gens für das so genannte Prionprotein vor – während die zweite Kopie des betreffenden Gens unverändert ist. Dagegen soll eine homozygote Veränderung – bei der beide Kopien des Gens betroffen sind – laut Aguzzi anfälliger für die Erkrankung an CJK machen: Alle der bis 2003 bekannt gewordenen Patienten, die an der neu aufgetretenen Form der CJK erkrankt waren, sollen Träger einer homozygoten Genveränderung gewesen sein.
Ärzte Zeitung, 25.03.04



