Gangster
Eine neue Studie der Florida State University will den Zusammenhang zwischen einer seltenen Variation des MAOA-Gens und dem gesteigerten aggressiven Verhalten von Gang-Mitgliedern entdeckt haben. Vorherige Forschungen verknüpften das MAOA-Gen schon einmal mit aggressivem Verhalten. Die neue Studie soll allerdings darüber hinaus belegen, dass die MAOA-Genvariante Gang-Mitglieder hervorbringt, so Kevin M. Beaver, der Leiter der Studie. Für die Studie wurden 2.500 Jugendliche befragt und untersucht. Ihre Antworten und DNA-Daten hätten die Vermutungen des Forschungsprojektes um Beaver bestätigt, der sich mit Forschungen zu „biosozialer Kriminalität“ bereits einen Namen gemacht hat. Laut der Studie werde das Verhalten und die Stimmungslage der Gen-Träger von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin beeinflusst, die von dem MAOA-Gen gesteuert werden. Laut der Studie ist das „ Gangster-Gen“ auf dem X-Chromosom lokalisiert, von dem Männer bekanntlich nur eines besitzen. Warum sich dennoch mehr Männer in Gangs organisieren als weibliche XX-Trägerinnen, auch darauf hat das Forschungsprojekt eine Antwort: Weise ein Mann die MAOA-Variante, die als „Gangster-Gen“ gilt, auf, gebe es kein zweites Gen, welches diesem entgegenwirken könne.
PM Florida State University, 05.06.09, online: www.fsu.edu/news/2009/06/05/warrior.gene/



