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Goldbildung

Endlich mal Gene, die sich direkt in Gold verwandeln lassen: Ein Team an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) will verschiedene Gene entdeckt haben, die an der so genannten Bio-Mineralisierung von Gold beteiligt sind. Die in der Online-Ausgabe der "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichten Ergebnisse sind im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes entstanden, das sich mit biochemischen Prozessen der Goldbildung befasst. Die Wissenschaftler aus den USA, Kanada, Belgien, Frankreich und Deutschland sind zu dem Schluss gekommen, dass das Wachstum von Goldnuggets Ergebnis eines aktiven biochemischen Prozesses sein kann. Eine Schlüsselrolle spiele in diesem Prozess das metallresistente Bakterium Cupriavidus metallidurans, das auf Goldnugggets lebt. Die Arbeitsgruppe am Institut für Biologie der MLU hofft nun auf eine effektive Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse über die beteiligten Gene. "Vielleicht werden die jetzt gewonnenen Erkenntnisse es einmal erlauben, auch aus goldarmen Lösungen Gold zu gewinnen", so der Leiter des Teams, Professor Dietrich Nies.
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