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Herz-Rhythmus-Störungen

Forscher am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) haben 120 Patienten mit der Herz-Rhythmus-Störung untersucht und behaupten nun, das Gen für die auch bei jungen Menschen auftretende Erkrankung gefunden zu haben. Bei einem Viertel der untersuchten Gruppe, nämlich 32 Probanden, lag eine Mutation auf dem Plakophilin-2-Gen vor. Das dazugehörige Eiweiß kommt in den Zellwänden vor und ist für die Entwicklung eines gesunden Herzens wichtig; Zellwandschäden führen zu Gewebeveränderungen und Herz-Rhythmus-Störungen. Das jedenfalls hatte eine ebenfalls am MDC arbeitende Forschergruppe kürzlich im Journal of Cell Biology behauptet. Unbeantwortet bleibt nicht nur, warum drei Viertel der Patienten keine Mutation aufwiesen. Außerdem fragen sich die ForscherInnen, warum der Gendefekt bei manchen Menschen kaum Beschwerden hervorruft und bei anderen zu der lebensbedrohlichen Erkrankung führt. Ungeachtet dessen wollen sie aber einen Gentest entwickeln, um Hoch-Risiko-Personen ausfindig zu machen. Die können dann präventiv einen "Defibrillator” anschaffen; das Gerät bringt per Stromstoß ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den normalen Rhythmus.
Journal of Cell Biology, BD.167, S.149; Berliner Zeitung, 19.10.04