Homosexualität
Nach Ansicht des Genetikprofessors Frank Sin von der neuseeländischen Universität Christchurch könnten homosexuelle Samenspender ein "Schwulengen" an ihre Nachkommen vererben. Mit der öffentlichen Äußerung, Kunden von Samenbanken sollten auf diese Möglichkeit hingewiesen werden, hat der Wissenschaftler eine Welle der Empörung, vor allem seitens der Schwulenvereinigung Gay Association of Professionals ausgelöst. Die Äußerung sei "unverschämt und erbärmlich" und impliziere, "dass Schwulsein etwas Minderwertiges" sei, sagte der Sprecher der Vereinigung, Allan-John Marsh. Der Streit wurde ausgelöst, als eine Fruchtbarkeitsklinik in der Hauptstadt Wellington kürzlich ein Verbot aufhob, das Homosexuellen die Samenspende untersagte. Das Verbot war mit der angeblich höheren Infektionsrate mit HIV unter homosexuellen Männern begründet worden. Bessere Untersuchungsmöglichkeiten machten eine solche Regelung aber nach Ansicht der Klinikleitung heutzutage überflüssig.
BioNews 350, 21.03.06



