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Inkontinenz

Eine Studie an der Universität Bergen in Norwegen hat ergeben, dass Frauen, deren Mutter unter Harninkontinenz leidet, ein gegenüber der Normalbevölkerung erhöhtes Risiko haben, selbst zu erkranken. Untersucht wurden aber nicht nur Töchter, sondern auch Enkelinnen und Schwestern von insgesamt fast 2.000 Frauen mit einer Blasenschwäche. Hier scheint es keine Korrelationsmöglichkeiten gegeben zu haben, die die These von der Vererbung einer Anlage gestützt hätten. Aber auch so ist die Behauptung, die Blasenschwäche sei genetisch bedingt, gewagt: Gegenüber den 6.000 Frauen aus der Vergleichsgruppe ohne Harninkontinenz in der Familie ließ sich nämlich nur eine geringfügige Erhöhung des Risikos um das 1,3-fache errechnen.
Ärzte Zeitung, 18.10.04