Kurzfingrigkeit
Es ist doch immer wieder aufschlussreich zu lesen, wohin wichtige Forschungsgelder fließen: Zum Beispiel in die Erforschung der genetischen bedingten Kurzfingrigkeit. Berliner Wissenschaftler haben im Auftrag der Max-Planck-Gesellschaft nun zusätzlich zu bereits bekannten genetischen Faktoren, die eine Verkürzung der Finger bedingen sollen, nun noch einen weiteren Aspekt entdeckt: Die Verdoppelung einer winzigen, als nicht-kodierend geltenden DNA-Sequenz soll die Ausprägung eines Gens beeinflussen, von dem die Musterbildung der menschlichen Hand abhängt. Die Beschreibung der regulatorischen Funktion dieses DNA-Abschnitts ist in der online-Version des Fachblatts American Journal of Human Genetics zu finden. Weitere Forschungsarbeiten zu den genetischen Eigenschaften gesellschaftlich verpönter Langfinger werden sicherlich folgen.
Ärzte Zeitung, 30.03.09



