Lepra
Ein internationales Forscherteam berichtet in der Fachzeitschrift Nature, es habe bestimmte Genvarianten gefunden, die Menschen für Lepra anfälliger machen. Erwin Schurr von der McGill-Universität in Montréal, Kanada, und seine Kollegen machen eine Stelle auf dem Chromosom 6 für die erhöhte Anfälligkeit mancher Menschen für Lepra verantwortlich. Die Wissenschaftler geben an, bei circa 200 vietnamesischen Familien einen Zusammenhang zwischen einer höheren Sensitivität für Lepra und bestimmten genetischen Markern im Erbgut der Untersuchten festgestellt zu haben. Bei weiteren 1000 untersuchten brasilianischen Lepra-Kranken seien sie zu dem selben Ergebnis gekommen. Darüber hinaus könnten laut Schurr und seinem Team Lepra und Parkinson eventuell Gemeinsamkeiten auf molekularer Ebene haben. Zu diesem Schluss seien sie gekommen, weil für beide Krankheiten typische Genabschnitte in der gleichen Region auf Chromosom 6 liegen würden.
www.wissenschaft.de, 26.01.04



