Narkolepsie
Die auch als „Schlafkrankheit“ bekannte Narkolepsie soll genetische Ursachen haben, das berichten japanischer Forscher in Nature Genetics (2008; doi:10.1038/ng.231). Die Forscher haben zwei "Kandidatengene" auf dem Chromosom 22 ausfindig gemacht. Sie stützen sich dabei auf eine statistische Analyse mit 500 Genvarianten (Single-Nucleotid-Polymorphisms oder SNP). Dabei stellte sich heraus, dass ein bestimmter SNP bei japanische Patienten zu 79 Prozent häufiger als bei gesunden Kontrollen vorkommt. Bei den "anderen Ethnien" erhöhte dieser SNP das Risiko um 40 Prozent. Besonders hoch ist diese Assoziation nicht, aber in der Nähe dieses SNP befinden sich auf dem Chromosom 22 ein Gen, das für ein Enzym kodiert, das beim Schlaf-Wach-Zyklus eine Rolle spielt. Deshalb glauben die Forscher, auf der richtigen Spur zu sein.
aerzteblatt.de, 29.9.2008



