Rauchverhalten
Männer sind anders und Frauen auch: Diese Binsenweisheit bestätigte scheinbar eine Studie unter Menschen beiderlei Geschlechts, die sich bemühten, das Rauchen aufzuhören. Danach hängt die Wirksamkeit von Nikotinpflastern gegen das Suchtverhalten bei Frauen von den Genen ab, bei Männern jedoch nicht. Für die im British Medical Journal online vorgestellte Untersuchung knüpften die Wissenschaftler um die Medizinerin Patricia Yudkin an der britischen Oxford University an eine bereits vor zehn Jahren abgeschlossene Studie an. Yudkin und ihre MitarbeiterInnen führten eine Gendiagnostik durch, um zu analysieren, welche Rezeptoren im Gehirn bei den damaligen TeilnehmerInnen für die Aufnahme des Dopamins eine Rolle spielten und in welchem Verhältnis die Wirksamkeit des Nikotinpflasters dazu stand. Dopamin gilt als zentraler Botenstoff für die Entwicklung einer Tabakabhängigkeit. Für die Untersuchung wurde 752 Freiwilligen, die bereits damals teilnahmen, Blut abgenommen. Der Auswertung zufolge soll das Pflaster vor allem Frauen geholfen haben, die eine eher ungewöhnliche Variante des betreffenden Rezeptors haben. Bei Männern gab es keinen vergleichbaren Zusammenhang.
New York Times, 23.03.04



