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Schnüffler

Mäuse, die von amerikanischen Forschern gentechnisch verändert wurden, sollen verdünnte Aromen 10.000 mal besser riechen können als ihre Artgenossen. Wie die Forscher um den Neurowissenschaftler Debi Fadool von der Universität Florida in „Nature“ berichten, fehlt den manipulierten Nagern der „genetische Bauplan“ für einen so genannten Kaliumkanal, der für die Weiterleitung von Nervensignalen eine Rolle spielt. Wider Erwarten wirkte sich diese Veränderung jedoch verstärkend auf den Geruchssinn der Tiere aus: Sie seien in der Lage, Moleküle am Geruch zu unterscheiden, die chemisch fast identisch sind. Außerdem sei die für die Verarbeitung der Geruchsinformation zuständige Gehirnstruktur verändert gewesen und die Aktivität der Nervenfasern stark erhöht.
Bild der Wissenschaft online, 06.02.04