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Aus der Welt des Geldes...

Der Riese Monsanto mit Blessuren. Der amerikanische Agrar- und Biotechnikkonzern Monsanto kämpft in seinem Pflanzenschutzgeschäft zunehmend mit Schwierigkeiten. Grund dafür ist, dass Monsantos Zugpferd, das Unkrautvernichtungsmittels „Roundup“, Konkurrenz von Nachahmerprodukten bekommt. Damit wankt das Geschäftsmodell von Monsanto. Das bestand darin, die BäuerInnen in doppelter Abhängigkeit zu halten und ihnen Saatgut und Pestizide zu überhöhten Preisen in einem Paket zu verkaufen. Es wäre aber eine Illusion anzunehmen, dass die Marktkonkurrenz die BäuerInnen wirklich aus der Umklammerung der Agrarindustrie befreit.
Monsanto sieht sich außerdem mit dem von KritikerInnen schon lange vorausgesagten Umstand konfrontiert, dass die Pflanzen Resistenzen gegen "Roundup" entwickeln. Damit fällt auch der Mythos des Allround-Herbizids "Roundup".
Gut ist sicher, dass jetzt die Preise für das Herbizid Roundup fallen. Ob das für die Bauern und Bäuerinnen gut ist, ist zu bezweifeln. Der Einsatz der Herbizide wird durch den Preissturz nicht gesünder. Die Konkurrenz von Monsanto kommt zur Zeit meistens aus China. Und es ist nicht zu erwarten, dass die Geschäftsmodelle chinesischer Firmen fairer sein werden als die von Monsanto. Es ist also zu erwarten, dass die Agrarindustrie versuchen wird, die Bauern und Bäuerinnen weltweit weiterhin an der kurzen Leine zu führen. Entweder mit der Kombimethode, die Monsanto eingeführt hat, oder mit klassischen Methoden.
Gegen die "Monsantosierung" haben erst kürzlich verschiedene agrarkritische Verbände protestiert.


(siehe auch FAZ vom 29.5.2010, Seite 18)