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Aus dem Politikbetrieb

EFSA: Ein Sitz weniger für die Gentech-Lobby? Die ehemalige Monsanto-Mitarbeiterin und Lobbyistin der Lebensmittelindustrie Mella Frewen wird wohl keinen Sitz im Verwaltungsrat der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA bekommen. Wie Ende letzter Woche bekannt wurde, lehnten die EU-Mitgliedsstaaten ihre Kandidatur ab. Frewen gehörte zu den 14 KandidatInnen, die die Europäische Kommission für den Verwaltungsrat nominiert hatte; sieben von ihnen werden in den nächsten Monaten in das Gremium berufen.

Aufgrund ihrer engen Kontakt zur Lebensmittelindustrie – die Irin ist seit 2007 Präsidentin des Industrieverbandes FoodDrinkEurope und wollte diesen Posten auch während ihrer Tätigkeit für die EFSA aufrechterhalten – hatte ihre Nominierung heftige Kritik hervorgerufen. Mit der Absage ist die Kritik an der EFSA jedoch keineswegs aus der Welt geschafft: Zuletzt war die Behörde im März in den Schlagzeilen, als sich das Europäische Parlament aufgrund der weiterhin bestehenden Interessenkonflikten weigerte, den Haushalt zu genehmigen.

Corporate Europe Observatory (CEO): „EU member states refuse nomination ex-Monsanto employee for EFSA management board“ (08.06.12)
www.corporateeurope.org

Testbiotech: "EU-Kommission schlägt Ex-Mitarbeiterin von Monsanto als Kandidatin für Verwaltungsrat der EFSA vor" (08.03.12)
www.testbiotech.de