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berichte

  • (Berlin, 27. September 2012) Seit August ist ein Bluttest für Schwangere auf dem Markt, mit dem Trisomie 21 beim Embryo erkannt werden soll, und seit letztem Jahr erlaubt ein Gesetz den Einsatz der Präimplantationsdiagnostik. Beides erscheint in der Öffentlichkeit vor allem als Dienst am Selbstbestimmungsrecht von Frauen. Unter dem Titel „Von der Selbstbestimmung zur Selektion?“ organisierte das GeN deshalb gemeinsam mit den Kritischen Feministinnen Ende September zwei kleine, aber gut besuchte Diskussionsveranstaltungen. Mit vielen Interessierten diskutierten wir über die Normalisierung von Selektion und unter anderem auch darüber, was Verbote neuer technologischer „Angebote“ bewirken können.

  • Die Politik ist angewiesen auf gründliche Prüfung und Berücksichtigung von Risiken. Dafür braucht sie unabhängige staatliche Zulassungs - Einrichtungen und die Nachvollziehbarkeit von Ergebnissen. Die im Bericht beschriebenen intransparenten Interessens - Verflechtungen in den eigenen Behörden zerstören das Vertrauen in die Zuverlässigkeit von Beurteilungen und Prüfergebnissen.

  • Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) hat gemeinsam mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) den Bericht "Die heimliche Kontamination" herausgegeben. Es geht um transgenes Saatgut, Biosicherheit und zivilgesellschaftliche Intervention am Beispiel Costa Rica.

  • Das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg hat eine Broschüre zum Gentechnikanbau in Brandenburg heraus gegeben. Sie versammelt Artikel zur Geschichte und zur aktuellen Lage des Anbaus gentechnisch veränderter Kulturpflanzen in Brandenburg, zum Widerstand in der Region mit ihren Beweggründen und Hindernissen.

  • Mit den neuen Informationstechnologien entstehen äußerst vielfältige Möglichkeiten des Datengebrauchs in Medizin und Gesundheitssystemen. Ich möchte im folgenden einige Beziehungen der derzeitigen Forschungsansätze in der Medizin und der forschungs- und gesundheitspolitischen Diskurse und Zielsetzungen zur Einführung der Gesundheitskarte deutlich machen. Dabei geht es mir nicht nur darum, Ausmaß und Umfang der derzeit bereits stattfindenden Datenerhebungen in der Medizin und damit verbundene datenschutzrechtliche Gefahren zu beschreiben; auch die Frage, wie der medizinische Fortschritt aussieht, der mit dieser Forschung versprochen wird, soll hier nur gestreift werden. Ich möchte den Blick erweitern auf die biopolitischen Hinter- und Untergründe, die den Datenerhebungen und -verarbeitungen in Medizin und Gesundheitssystemen gemeinsam sind.

  • Die Entstehung weit verbreiteter, komplexer Erkrankungen wird heute auf ein Zusammenspiel genetischer Dispositionen mit Umwelteinflüssen und Lebensgewohnheiten zurückgeführt.

  • Die Versprechungen der Gentechnologie haben sich im Bereich der so genannten grünen Gentechnik nicht erfüllt. Dies gilt zum Beispiel für die Sorten mit Herbizid-Resistenzen, die nun zu einem verstärkten Problem mit Herbizid-resistenten Un- oder Beikräutern geführt haben. Dies gilt aber vor allem auch für Pflanzen mit anderen Eigenschaften, die von den Befürwortern der grünen Gentechnik seit Mitte der neunziger Jahre großspurig angekündigt worden sind.