broschüren
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21. April 2008, 05:20 Uhr, Gatersleben, Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK): Die Polizei nimmt sechs junge Menschen fest, vier Frauen und zwei Männer, die eben ein Versuchfeld des Instituts zerstört haben.
„Der Skandal fängt an, wenn die Polizei ihm ein Ende macht.“ Dieses Zitat von Karl Kraus wäre treffend, wenn jenem Freisetzungsversuch, von dem diese Broschüre handelt, nicht ein Genehmigungsverfahren vorangegangen wäre, das als schlampig zu bezeichnen purer Euphemismus wäre. Erschienen ist nun eine neue Hintergrundbroschüre zu den Vorgängen rund um die Freisetzung von gentechnisch verändertem (gv) Weizen in der Genbank Gatersleben. Herausgegeben mit Unterstützung des Gen-ethischen Netzwerk. -
Die Fallstudie befasst sich mit einem Bereich, der in der kritischen Debatte um die Auswirkungen gentechnisch veränderter Kulturen vielfach noch unterbelichtet bleibt: die Erzeugung und Vermehrung des transgenen Saatguts, das zumeist über die USA auf den Weltmarkt gelangt. Diese Vermehrung findet in Staaten statt, die bislang in keiner der einschlägigen Listen über Anbauländer transgener Kulturen auftauchen. Dennoch lassen dort seit vielen Jahren transnationale Konzerne des Agrobiotech-Sektors und die Forschung ihre neuen Saaten von Mais, Raps, Baumwolle oder Sojabohnen testen und vermehren. Wenig ist bekannt darüber, unter welchen Bedingungen dies geschieht. Zu den davon betroffenen Ländern zählen u.a. Hawaii, Chile, Uruguay, Mexiko, Puerto Rico, Südafrika und auch Costa Rica.
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Verbundenheit
Es ist schlechterdings nicht möglich, 20 Jahre Dokumentation, Diskussionen und Aktionen in ein kleines Bändchen zu pressen. Das ist auf seine Art eigentlich ganz beruhigend, denn so mussten wir es auch gar nicht erst versuchen. Es bietet sich der Anlass, Blicke aus verschiedenen Perspektiven auf diesen Zeitraum zu werfen. Nicht repräsentativ, aber beteiligt, nicht immer neutral, sondern oft und vorsätzlich parteiisch. Von Freunden und Kolleginnen, von Ex-Mitstreitern und Sympathisantinnen, die sich seit mehr oder weniger langer Zeit dem Gen-ethischen Netzwerk (GeN) verbunden gezeigt haben. Verbundenheit ist hier ein wichtiges Stichwort, dem wir an dieser Stelle gerne seinen Platz zukommen lassen. -




