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  • (Berlin, April 2012) Ein Dossier des Gen-ethische Netzwerk zu dem unserer Meinung nach mittlerweile wichtigsten Gentechnik-Konzern in Deutschland. Die BASF reihte sich in den vergangenen Jahren in einen weltweiten Trend: Chemie-Konzerne entdecken die Biotechnologien für sich. Sie entwerfen und vertreten ein neues Bild von Landwirtschaft und Lebensmittel-Produktion.

    Es werden regelmäßig Aktualisierungen eingefügt - schauen Sie hin und wieder vorbei!
  • Vor der Wiederzulassung: Monsantos gentechnisch veränderter Mais MON810 soll weiter in Europa angebaut werden dürfen - trotz der Risiken für die Umwelt!
  • Die Kommission der Europäischen Union hat die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel „Amflora“ des deutschen Chemiekonzerns BASF für den Anbau in der EU zugelassen - das erste Feld liegt in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Seit rund zehn Jahren boomt der Gentest-Markt: Kliniken und Arztpraxen, aber auch private Labore bis hin zur Internetfirma Google bieten Gentests an. Dabei ist die Aussagekraft und der Nutzen dieser Tests äußerst zweifelhaft. Seit 1. Februar 2010 gibt es nun ein Gesetz, das diese Praxis regeln soll - viele entscheidende Punkte sind jedoch noch ungeklärt.
  • Das weltweit am häufigsten genutzte Unkraut­vernichtungs­mittel Roundup ist giftiger als bisher angenommen. Das haben französische Wissen­schaftler­Innen festgestellt.
  • Seit rund zwei Jahren bieten Ärzte im Rahmen der Krebsvorsorge eine Impfung an: Die gentechnisch hergestellten Impfstoffe namens Gardasil und Cervarix sollen verhindern, dass sich Frauen beim Geschlechtsverkehr mit möglicherweise krebserregenden Viren infizieren. Diese Humanen Papilloma-Viren (HPV) fanden WissenschaftlerInnen in krebsartigen Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut und in nahezu allen daraus entstandenen Tumoren.
  • Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) gehören nicht auf den Teller, denn sie bergen unvorhersehbare Risiken für die Gesundheit.
    In einer neuen Untersuchung wurde zutage gefördert, dass Eiweiß-Moleküle aus gentechnisch veränderten Pflanzen deutliche Immunreaktionen, zum Beispiel Entzündungen, auslösen können. Doch damit nicht genug: Die gentechnisch erzeugten Proteine sind auch in der Lage, andere, bis dato keine Immunantwort auslösenden Eiweiße, „anzustecken”. Aktuelle Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind jedoch nicht zuverlässig geeignet, diese Erscheinungen aufzuspüren.
  • Ende August 2008 hat das Bundeskabinett einem Entwurf für ein Gendiagnostikgesetz zugestimmt, das nun seinen parlamentarischen Weg geht. Das Gen-ethische Netzwerk ruft zum Protest gegen den § 17, Absatz 8 auf, der Gentests bei Visa- und Passanträgen erstmals regelt und somit legalisiert. Wir finden: Eine Politik mit zweierlei Maß. Menschen ohne deutschen Pass erhalten hier nicht die Schutzrechte, wie sie das Gesetz für andere vorsieht. Verschicken Sie Protestbriefe an die Bundesgesundheitsministerin und/ oder den Gesundheitsausschuss des Bundestages!
  • Der Bt-Mais MON810 der Firma Monsanto ist eine der dienstältesten gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen weltweit. Während Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die vermeintliche Präzision der Gentechnik zum Beispiel mit Bildchen von Enzymen als zielgenauen „Scheren” dargestellt wurde, setzte Monsanto zur Entwicklung von MON810 bereits so genannte Genkanonen ein. Mit diesen werden neue Genfragmente mit Hilfe von Partikeln in Zellen geschossen. Wie die letztendlich integrierten DNA-Sequenzen aussehen und an welchem Ort sie tatsächlich eingebaut werden, ist auch 2008 noch unklar. Gv-Pflanzen waren, sind und bleiben Zufallsprodukte.
  • Im kommenden Mai werden die Vertragsstaaten der Konvention über die Biologische Vielfalt und des Biosicherheits-Protokolls der Vereinten Nationen in Bonn zu ihren turnusmäßigen Verhandlungen zusammenkommen. Es werden eine Reihe von wichtigen Themen auf der Agenda stehen, so zum Beispiel der Zugang zu genetischen Ressourcen und das gerechte Aufteilen des Vorteils (Access and Benefit Sharing - ABS) als Teil der Konvention sowie die Haftung und Wiedergutmachung unter dem Biosicherheits-Protokoll.