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Rezension: Hungry Corporations

A closer look at the figures...

...einen genaueren Blick auf die Zahlen verspricht eine Überschrift in dem Buch "Hungry Corporations - Transnational Biotech Companies Colonise the Food Chain". In dem betreffenden Kapitel wird gezeigt, dass es in Asien seit Beginn der so genannten grünen Revolution nicht weniger, sondern mehr hungernde Menschen gibt, wenn - ja wenn man die Zahlen Chinas einmal außen vor läßt. Dass es Sinn macht, diese außen vor zu lassen, liegt an der Tatsache, dass sich Entwicklung in China anders darstellt, als in dem Rest des Kontinents. Denn in China war es kleinen Bäuerinnen und Bauern möglich, selbst zu entscheiden, was sie anbauen wollen, was offensichtlich mit der grünen Revolution - der so genannten Verbesserung des Saatgutes nach industriellem Muster und sein Einsatz in Verbindung mit mineralischem Dünger und Pestiziden - nichts zu tun hat. Aber der Titel des ganzen Buches weist in eine andere Richtung: Konzentrationsprozesse und Macht, das ist die Klaviatur, auf der Welternährung gespielt wird. Wer die Stücke schreibt und wer sie aufführt zeigen Helena Paul und Ricarda Steinbrecher mit Unterstützung von Devlin Kuyek und Lucy Michaels. Ein genauer Blick in dieses Buch lohnt!
Paul, Helena und Steinbrecher, Ricarda: Hungry Corporations - Transnational Biotech Companies Colonise the Food Chain; in englischer Sprache; Zed Books, London und New York, 2003; gemeinsam mit Econexus und dem Pestizid Aktions Netzwerk Asien-Pazifik; ISBN 1-8277-300-3 (gebunden) 75 US-Dollar oder ISBN 1-8277-301-1 (Paper-back) 22,50 US-Dollar.
167
Dezember 2004
S. 54