Insulin – tierisch oder „human“?
In „Insulin – A Voice For Choice“ dokumentiert der schweizer Diabetologe Arthur Teuscher seine jahrzehntelangen Erfahrungen mit den Risiken des synthetischen rekombinantenDNA 'Human' Insulin, welches das natürliche tierische Insulin seit 1982 vom Markt verdrängte. Teuscher kritisiert die fehlende Anerkennung dieser teils schweren Nebenwirkungen für einige Patienten und die aggressiven Vermarktungspraktiken der Pharmakonzerne. Mit seinem Buch stellt er Verbrauchern neue Informationen zur Verfügung und richtet einen Appell an Regierungsbehörden und pharmazeutische Unternehmen, tierisches Insulin neben dem synthetischen weiterhin als Medikament zur Verfügung zu stellen. Erschienen ist das Buch im Karger Verlag Bern, 2007, 20 Euro, ISBN 978-3-8055-8353-4
Ethik in der Praxis
Das expandierende Forschungsgebiet der Pharmakogenetik, welche sich auf die Zusammenhänge zwischen Variationen im menschlichen Genom und unterschiedlichen Reaktionen auf Arzneimittel bezieht, soll sowohl für die medizinische Praxis als auch für die Medikamentenentwicklung relevante Ergebnisse liefern. In dem Buch „Pharmakogenetik und Pharmakogentests – Biologische, wissenschaftstheoretische und ethische Aspekte des Umgangs mit genetischer Variation“ führt die Biologin Lilian Marx-Stölting in die Grundlagen der Pharmakogenetik ein, reflektiert diese wissenschaftstheoretisch und – analysiert ihr ethisches Problempotenzial. Herausgegeben wurde das Buch im LIT Verlag, 2007, es hat 312 Seiten und kostet 29,90 Euro. ISBN 3-8258-9654-6
Wissenschaft in den Medien
Mike S. Schäfer stellt in seinem Buch „Wissenschaft in den Medien – Die Medialisierung naturwissenschaftlicher Themen“ zwei oft verwendete theoretische Modelle zur Analyse der Wissenschaftsberichterstattung dar: das „Medialisierungs-Paradigma“ und das Modell der Wissenskulturen. Diese überprüft er anhand einer Inhaltsanalyse der Berichterstattung einflussreicher deutscher Printmedien zur Stammzellforschung und zur Humangenomforschung. Dabei zeigt sich, dass nur jene wissenschaftlichen Themen Gegenstand intensiver Medienberichterstattung werden, die spezifische Kopplungen an ihre gesellschaftliche Umwelt aufweisen. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2007 mit 232 Seiten und für 29,90 Euro. ISBN 978-3-531-15592-0
Globalisierung der Biopolitik
In der Publikation „Globalisierung der Biopolitik, des Biorechts und der Bioethik? Das Leben an seinem Anfang und an seinem Ende“ sind die Beiträge der Teilnehmer(innen) am gleichnamigen Symposium zu lesen, welches an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle an der Saale stattfand. Herausgegeben von Hans-Ludwig Schreiber, Hans Lilie, Henning Rosenau, Makoto Tadaki und Un Jong Pak, Europäischer Verlag der Wissenschaften, 2007, 230 Seiten, 39 Euro (D), 40 Euro (A), ISBN 978-3-631-56574-2
BBAW Bericht zur Gendiagnostik
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) hat als Erweiterung zu ihrem 2005 veröffentlichten Gentechnologiebericht nun auch einen Bericht zur Gendiagnostik herausgegeben. „Gendiagnostik in Deutschland. Status quo und Problemerkundung. Supplement zum Gentechnologiebericht“ informiert über neueste technische Entwicklungen, liefert einen Überblick über aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen und diskutiert einzelne Anwendungsfelder molekulargenetischer Diagnostik. Zu beziehen bei BBAW, Forum W – Wissenschaftlicher Verlag, Limburg, 2007, 208 Seiten, 39,95 Euro, ISBN 978-3-940647-00-9
Universale Bioethik?
Eine Zusammenstellung interdisziplinärer Beiträge zielt darauf ab, die Frage nach der universalen Gültigkeit bioethischer Positionen auf einer pragmatischen, deskriptiven, normativen und prozeduralen Ebene differenzierter darzustellen als bisher. Außerdem soll ein Spektrum an philosophischen Begründungsmöglichkeiten und praktischen Lösungsansätzen daraufhin geprüft werden, ob und inwieweit sie eine kulturübergreifend gültige Bioethik fundieren könnten. Das Buch „Gibt es eine universale Bioethik?“, wurde herausgegeben von Nikola Biller-Andorno, Peter Schaber und Annette Schulz-Baldes im mentis Verlag, Paderborn, 2007, ca. 250 Seiten, 34 Euro, ISBN 978-3-89785-313-3
Wie funktioniert Bioethik?
Um zu einer Einigung über Zielsetzungen der Bioethik mit ihrem immer komplexer werdenden Aufgabenbereich zu gelangen, werden in den Beiträgen des Bandes „Wie funktioniert Bioethik?“ drei thematische Schwerpunkte behandelt: Begründungsfragen im Kontext des moralischen und ethischen Pluralismus, Überlegungen zur notwendigen interdisziplinären Herangehensweise und zum Zusammenhang der verschiedenen Disziplinen bei der Begründung bioethischer Urteile, sowie die konkrete Praxis bioethischer Arbeit in verschiedenen Gremien. Herausgegeben wurde das Buch von Cordula Brand, Eve-Marie Engels, Arianna Ferrari und László Kovács im mentis Verlag, 2007, es hat ca. 340 Seiten und kostet 39,80 Euro. ISBN 978-3-89785-577-9
Deutungsmacht der Biowissenschaften
In einer Zeit, da biowissenschaftliche Erklärungen oft unhinterfragt als ultimativ aufgefasst werden, will der Wissenschaftstheoretiker und Naturphilosoph Andreas Hüttemann mit dem Band „Zur Deutungsmacht der Biowissenschaften“ abwägen, wie es um die Berechtigung biowissenschaftlicher Deutungsansprüche in verschiedenen Bereichen, welche oft schon im Gebiet der Geisteswissenschaften liegen, tatsächlich bestellt ist. Erschienen im mentis Verlag, 2007, 210 Seiten, 19,80 Euro, ISBN 978-3-89785-534-2
Bioethik – „Gekauftes Wissen?“
Das Buch „Gekauftes Gewissen? Zur Rolle der Bioethik in Institutionen“ diskutiert, wie eine glaubwürdige Bioethik-Beratung möglich sein könnte, welche Bioethik hilfreich sein könnte und wann Ethik in öffentlichen und privaten Institutionen nichts weiter ist als eine Maßnahme der Imagepflege. Welches wären also die Kriterien der ethischen Legitimität bioethischer Beratung? 17 Beiträge zur Art und Weise, wie BioethikerInnen arbeiten und wie sie sich selbst und ihre Aufgabe verstehen, sind veröffentlicht worden von Rouven Porz, Christoph Rehmann-Sutter, Jackie L. Scully und Markus Zimmermann-Acklin im mentis Verlag, 2007, mit 320 Seiten, 36 Euro, ISBN 978-3-89785-582-3
Biosafety first
Biosafety first - Holistic Approaches to Risk and Uncertainty in Genetic Engineering and Genetically Modified Organisms. Von Terje Traavik und Lim Li Ching (Hrsg.). Mit Beiträgen von Terje Traavik, Angelika Hilbeck, Hartmut Meyer, Arpad Pusztai, David Quist und anderen. Erschienen im Tapir-Academic-Press-Verlag. 612 Seiten. Das Buch kostet 595 Norwegische Kronen (entspricht etwa 80 Euro) plus Versand. ISBN: 9788251921138. Es kann auch bestellt werden per eMail beim Institut für Gen-Ökologie
Katrine.jaklin@genok.org oder über den Online-Shop des Verlages:
http://butikk.tapirforlag.no/?q=en/node/1051.