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Rezension

Die Grenze des Erlaubten

Der Film “Die Grenze des Erlaubten - Grüne Gentechnik in Mecklenburg” von Sabine Hellmann beschreibt den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen im Nordosten von Deutschland. Die Filmemacherin nimmt sich selbst weitgehend zurück und gibt in erster Linie den verschiedenen Akteuren viel Raum, um ihre jeweilige Sicht auf das Für und Wider zum Einsatz der Agro-Gentechnik zum Ausdruck zu bringen. Die regionalen Akteure, unter andereren die Biobäuerin Anna Adolphi, die Wissenschaftlerin Inge Broer, Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus, Heino Graf von Bassewitz, Mitbegründer der ersten deutschen gentechnikfreien Region, und der Landwirt und Anbauer von gentechnisch verändertem Mais, Runald Bohl, nutzen diese Gelegenheit. Jeder und jede kommt unwidersprochen zu Wort, so dass am Ende des Films die Gefahr besteht, dass die Zuschauer hilflos zurückbleiben, ohne zu wisssen, wem sie nun Glauben schenken sollen. Erwartet der Zuschauer diese Hilfe nicht, kann er einen guten Einblick in die Gemengelage in der aktuellen Gentechnik-Debatte erhalten. Die Zurückhaltung der Autorin hat aber auch eine zweite Wirkung, die der geneigte Rezensent hervorheben möchte: Die Akteure werden sehr authentisch dargestellt und kommen angenehm unaufgeregt daher.

Christof Potthof
Sabine Hellmann (2007): Die Grenze des Erlaubten - Grüne Gentechnik in Mecklenburg. DVD, 40 Minuten. Eine Produktion der Hochschule Wismar in Zusammenarbeit mit dem Filmbüro M-V. Der Film kostet 16 Euro plus Versand und kann online über www.laden.buero-schwimmer.de bezogen werden. Weitere Informationen zum Film: www.sbeen.di.hs-wismar.de.
185
Dezember 2007
S. 53