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Transgene Pflanzen und Bienen

GID-Titel194
194 - Juni 2009
Transgene Pflanzen und Bienen

Die Imkerei wird durch das derzeit gültige Gentechnikgesetz nicht nur nicht geschützt. Sie wird schlicht ignoriert. Warum das weder im Sinne der Bienen, noch ihrer Halterinnen und Halter ist, zeigt dieser Schwerpunkt.

 
Interview mit Kaatz, Hans-Hinrich

Bienenvölker, die gleichzeitig mit dem Parasiten Nosema befallen waren und den Pollen des gentechnisch veränderten Mais MON810 zu fressen bekamen, brachen in einer Untersuchung deutlich früher zusammen als solche, die mit konventionellem Maispollen gefüttert worden waren.

Bucholz, Gregor & Willand, Achim

Ob und bis zu welchem Grad geringe Mengen genetisch veränderten Materials auch in gentechnikfreien Erzeugnissen geduldet werden müssen, ist bislang ungeklärt. Einige Imker lassen diese Frage gerichtlich klären.

Scheierling, Theresia

Honig gilt in der öffentlichen Wahrnehmung als ein besonders gesundes und naturbelassenes Lebensmittel. Doch die Kontamination von Honig mit Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen ist bei weitem keine Ausnahme mehr.

Interview mit Haefeker, Walter

Imkerei wird im aktuellen Gentechnikgesetz mit keinem Wort erwähnt. Untersuchungen des Honigs wie auch der in die Bienenkästen eingebrachten Pollen zeigen jedoch, dass die Bienen keinen Unterschied zwischen konventionellen, ökologischen und gentechnisch veränderten Trachtpflanzen machen. Gerichtliche Auseinandersetzungen weisen in die gleiche Richtung: Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen kann Imkerinnen und Imkern nicht gleichgültig sein.

Schaper, Friedgard

Bienen und Imkerei werden möglicherweise zum Bauernopfer bei der Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen in die Landwirtschaft. Aber es gibt auch einen anderen Blick auf ein sehr spezielles „Miteinander“ von Pflanzen und Tieren.

Landwirtschaft & Lebensmittel

Sauter, Arnold

Ein neuer Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag belegt, wie wenig über die bisherigen sozioökonomischen Effekte transgener Pflanzen bekannt ist, und plädiert für eine strikte Problemorientierung bei der Suche nach zukunftsfähigen Agrartechnologien und Bewirtschaftungsweisen.

Potthof, Christof

Das Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen durch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat in Deutschland die Debatten über die Agro-Gentechnik neu entfacht. Nicht nur zwischen den gesellschaftlichen Gruppen gibt es Differenzen, auch im Kabinett der Bundesregierung stehen sich unterschiedliche Positionen gegenüber. Ein Runder Tisch soll es nun richten.

Mensch & Medizin

Schultz, Susanne

Die assistierte Reproduktion ist zum neuen Interventionsfeld demografischer Strategien geworden. Nachdem die Krankenkassen bei IVF sparen, besetzt nun die Bevölkerungspolitik das Feld neu. Ein Überblick über Rechenspiele sowie politische InitatorInnen und MitläuferInnen.

Feuerlein, Monika

Rund zwei Jahre nach der Zulassung zweier Impfstoffe gegen Humane Papilloma Viren (HPV) wächst die Kritik an den überzogenen Versprechungen, mit denen sie beworben werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat die Impfkommission nun zu einer Neubewertung der Impfung aufgefordert.

Politik & Wirtschaft

Tolmein, Oliver

Eine Große Strafkammer des Landgerichtes Berlin hat einen Berliner „Kinderwunscharzt“ am 14. Mai vom Vorwurf des Vergehens gegen das Embryonenschutzgesetz freigesprochen.

Bartneck, Tom

Nach über zehn Jahren des Planens und Verhandelns haben Bundestag und Bundesrat nun einem „Gesetz über genetische Untersuchungen bei Menschen“ - kurz Gendiagnostikgesetz oder GenDG - zugestimmt. Positive bürgerrechtliche Regelungen werden jedoch von problematischen Lücken, Widersprüchen, Unklarheiten und Ausnahmeregelungen überschattet.

Koester, Jochen

Mit seiner Politik am Roundtable for Responsible Soy (RTRS) hat der WWF Unmut und Kritik aus der ganzen Welt auf sich gezogen. Es sind nicht nur die Kolleginnen und Kollegen in anderen Nichtregierungsorganisationen - gelinde gesagt - iritiert. Auch die Partner aus Handel und Industrie, die bereits seit Jahren mit grossem Erfolg - und dem Segen des WWF - an einer nachhaltigen Soja-Zertifizierung gearbeitet haben, fühlen sich geradezu brüskiert. Die Prinzipien des Roundtable wurden jetzt verabschiedet - Gentechnikfreiheit ist kunstvoll ausgeklammert.

Potthof, Christof

Die Konferenz der gentechnikfreien Regionen Europas ist mittlerweile eine liebgewordene Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und den Stand der Dinge in der Agro-Gentechnik-Debatte zu untersuchen. In diesem Jahr traf sich die Bewegung zu „Food and Democracy” in Luzern.

Rätz, Werner

Welche Rolle spielt Technikkritik in linker Politik? Im letzten GID (193) versuchte sich Reinhard Mocek an Prämissen für eine linke Technologiepolitik, und Rainer Hohlfeld kritisierte den in der Linken verbreiteten Glauben an die „Unschuld der Produktivkräfte". Im Folgenden führt Werner Rätz die Debatte „Linke und Technologiekritik” fort.

Editorial


Gerade nachdem der letzte GID erschienen war, schleppte der Kollege das Büchlein von Dietmar Dath zur Frage an, wie fortschrittlich Technik ist. Oje, hier wird mal wieder alles schwarz/weiß gemalt, sind wir da nicht drüber hinaus? (siehe Rezensionen). Auch die zahlreichen Nachbestellungen des Schwerpunkthefts „Das T-Defizit. Linke und Technikkritik im 21. Jahrhundert“ haben uns gezeigt,...

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Impressum

GID 194, Juni 2009, 25. Jahrgang, ISSN 0935-2481, Redaktion: Theresia Scheierling (ViSdP), Monika Feuerlein, Christof Potthof, Susanne Schultz, Alexander v. Schwerin, Uta Wagenmann, Mandy Scholz, Tom Bartneck