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Rezension: Kritischer Agrarbericht 2010

Das Agrarbündnis veröffentlicht jährlich den Kritischen Agrarbericht - für landwirtschaftlich interessierte Leser ein Muss. Dokumentiert wird die aktuelle Debatte um die Landwirtschaft vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Agrarpolitik. In 47 Beiträgen analysieren AutorInnen aus Wissenschaft und Praxis sowie aus Verbänden und Politik die agrarpolitischen Geschehnisse im Jahr 2009. Das Schwerpunktthema ist Boden als Ressource aller Landbewirtschaftung und Nahrungsmittelproduktion. 17 der 47 Beiträge beschäftigen sich mit den zentralen Fragen Bodennutzung und Bo­­denschutz. Mehrere Beiträge widmen sich auch der Agro-Gentechnik: Heike Moldenhauer wirft einen kritischen Blick auf den Koalitionsvertrag von Union und FDP und die als Ziel vereinbarte Aufhebung der Nulltoleranz für in der EU nicht zugelassene gentechnisch veränderte (gv) Organismen. Martha Mertens geht im Beitrag „Kollateralschäden im Boden“ auf das meist genutzte Pflanzenschutzmittel Roundup in Bezug auf gv-Pflanzen ein. Dargestellt werden die negativen Auswirkungen des Roundup-Wirkstoffs Glyphosat auf das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit. Jochen Koester erläutert die Problematik des Anbaus von Sojapflanzen als nachwachsende Ressource. Er verdeutlicht, dass der Anbau der als „umweltfreundlich” gepriesenen gv-Soja keineswegs nachhaltig sein kann.

Anja Lägel

Agrarbündnis (Herausgeber): Der kritische Agrarbericht 2010. Schwerpunkt: Boden. AbL-Verlag, Hamm, 2010. Broschiert, 304 Seiten. 19,80 Euro. ISBN 978-3-930413-40-9.
199
April 2010
S. 48