Bauchentscheidungen
Die Broschüre „Bauchentscheidungen - aber mit Köpfchen“ vom bvkm (Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V.) bietet Informationen zum Umgang mit pränatalen Tests. Dabei wird eine kritische Sichtweise auf vorgeburtliche Tests eröffnet. Im Blickpunkt steht der Umgang mit Behinderungen: Wie verändert dieser sich individuell als auch gesellschaftlich durch die zunehmenden Möglichkeiten vorgeburtlicher Diagnosen? Die Broschüre bietet alternative Ideen und Hilfestellung zum verantwortlichen Umgang mit vorgeburtlichen Tests und den Unsicherheiten in der Schwangerschaft. Sie richtet sich an Privatpersonen, Beratungsstellen und Ärzte. Für einen Preis von fünf Euro ist „Bauchentscheidungen“ beim bvkm bestellbar und unter
www.bvkm.de > Arbeitsbereiche und Themen > Pränataldiagnostik > Netzwerk > Bauchentscheidungen als Download erhältlich, bvkm, Brehmstr. 5-7, 40239 Düsseldorf, Tel.:0211/64004-0, Fax: 0211/64004-20, eMail:
info@bvkm.de, weitere Informationen:
www.bvkm.de.
Essen ohne Gentechnik
Die Umweltorganisation Greenpeace hat einen neuen Ratgeber herausgebracht. Darin informiert die Organisation, welche Firmen bei der Herstellung von Milch- und Fleischprodukten auf gentechnisch verändertes (gv) Getreide als Futtermittel zurückgreifen und welche Firmen darauf verzichten. Das Gesetz schreibt bei tierischen Produkten - zum Beispiel Milch, Eier und Fleisch - bei deren Produktion die Nutztiere mit gv-Getreide gefüttert wurden keine entsprechende Kennzeichnung vor. Hier bietet die Broschüre Orientierung: Verbraucher bekommen so die Möglichkeit, Produkte zu vermeiden, in deren Herstellungsprozess gv-Pflanzen zum Einsatz gekommen sind. Greenpeace betont, dass bei Molkereien und Eierproduzenten von einem Trend gesprochen werden kann, immer mehr auf gentechnikfreie Fütterung zu setzen. Leider, so Greenpeace weiter, zeichne sich dieser bei den Produzenten von Geflügelfleisch noch nicht ab. „Essen ohne Gentechnik“ ist kostenlos erhältlich unter
www.greenpeace.de/stoppt-gentechnik sowie unter Tel.: 040/30618120.
Studie zur Agro-Gentechnik
„The GM emperor has no clothes“- hinter diesem Titel verbirgt sich eine Studie von 20 Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen aus fünf Kontinenten. Sie befasst sich mit den Versprechen der Gentechniklobby bezüglich gentechnisch veränderter Nutzpflanzen und deren realen Auswirkungen. Während die Gentechniklobby die gv-Pflanzen als ertragssteigernd und als möglichen Weg aus der Nahrungsmittelknappheit beschreibt, zeigt die Studie gravierende Fehlentwicklungen auf. Grüne Gentechnik habe dazu geführt, dass die Biodiversität und die Lebensgrundlage vieler Kleinbauern weiter zerstört wird und Pestizide verstärkt eingesetzt werden müssen. Der Titel der Studie ist an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen angelehnt. In dem Märchen werden dem Kaiser angeblich ganz besondere Kleider geschneidert, die nur von denjenigen gesehen werden können, die „weise und klug genug für ihr Amt“ sind. Doch der Kaiser wird betrogen: Eigentlich ist er nackt. Metaphorisch steht somit die Gentechniklobby für diese Art von Betrügern. Nur dass es hier nicht um Kleider, sondern um eine Risikotechnologie geht. Die Studie ist als Download erhältlich unter:
www.meine-landwirtschaft.de > Aktuell > Tipps und Medien.
Lobbying um Amflora
Die Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) hat einen Bericht zur Lobbyarbeit um die Zulassung der BASF-Kartoffel Amflora herausgebracht. Voraussetzung für die Zulassung war ein Gutachten der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA zur Unbedenklichkeit des in der Kartoffel enthaltenen Antibiotikaresistenzmarkergens. Der Bericht beleuchtet die Interessensverflechtungen der Mitglieder der entscheidenden EFSA-Kommission mit Interessen der Industrie. Weiterhin wird die Rolle des dänischen Wissenschaftlers Harry Kuiper, dem Vorsitzenden der Komminssion, kritisch analysiert. Obwohl ein Großteil der Kommissionsmitglieder keine Expertise über den Gebrauch von Antibiotika im humanmedizinischen Bereich besaßen, stuften sie die Antibiotika, gegen welche die Kartoffel eine Resistenz trägt, von nur geringer therapeutischer Relevanz ein - was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ganz anders sieht. Dieser Befund geht noch dazu auf ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt (ENTRANSFOOD) aus dem Jahre 2004 zurück, dessen Koordinator ebenfalls Kuiper gewesen war. Es wies enge Verbindungen zur Industrie auf. Die Studie kann als pdf-Datei heruntergeladen werden. Corporate Europe Observatory: Approving the GM potato: conflicts of interest, flawed science and fierce lobbying:
www.corporateeurope.org > agribusiness. Kontakt: Corporate Europe Observatory: Rue d'Édimbourg 26, 1050 Brussels, Belgium, Tel.: +32/(0)2/8930930.