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Saatgut

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212 - Juni 2012
Saatgut

Die Saat ist ein umkämpftes Gut. Für die einen eine Lizenz zum Gelddrucken, für die anderen vor allem die Basis allen gärtnerischen und landwirtschaftlichen Tuns, die es zu pflegen gilt. Die agrarindustriellen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und die Einführung der Agro-Gentechnik hinterlassen ihre Spuren.

 
Herbst, Siegrid

Die Wahl für eine gentechnikfreie - ökologische oder konventionelle - Landwirtschaft in der EU setzt gentechnikfreies Saatgut voraus. Das erfordert für den Saatgutbereich: Die EU muss Transparenz herstellen, SaatguterzeugerInnen bei der Abwehr von gentechnisch veränderten Kontaminationen entlasten und ihre Null-Toleranz gegenüber Verunreinigungen des Saatgutes konsequent umsetzen.

Schweigler, Anne

Ende April fand in Griechenland ein internationales Saatguttreffen statt. Initiativen und Projekte aus ganz Europa waren vor Ort - darunter auch die Kampagne für Saatgut-Souveränität, die im Anschluss noch einen ganz besonderen Besuch abstatten konnte.

Janßen, Georg

Erneut versuchen die Pflanzenzüchter, die Nachbauregelung beim Saatgut zu ihren Gunsten zu gestalten und für die Bauern zu verschärfen. Der Kampf für das Recht auf Nachbau von Saatgut geht weiter - in Deutschland sowie europaweit.

Potthof, Christof

Wie sieht die Entwicklung von neuen Pflanzen in der Zukunft aus? Nicht nur Regulierungsbehörden und Politik müssen sich dieser Frage stellen, sondern auch Züchterinnen und Züchter. Absehbar ist vor allem, dass an liebgewonnen Abgrenzungen gekratzt wird.

Landwirtschaft & Lebensmittel

van Dyck, Barbara

Ein Gerichtsverfahren gegen elf Kartoffel-AktivistInnen, Versuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln und Riesenmais, die Inspektion eines Biotechnologieparks sowie Diskussionen um „Slow Science“ - Zeit für ein paar Neuigkeiten aus Belgien!

Potthof, Christof

Nach wie vor steckt die Gentechnikpolitik der Europäischen Union fest. Kommission, Parlament und Mitgliedstaaten kommen beim Umgang mit gentechnisch veränderten Pflanzen auf keinen gemeinsamen Nenner.

Mensch & Medizin

Palm, Kerstin

In den letzten Jahren mehren sich Studien, die versuchen, epigenetische Unterschiede zwischen Menschen ausfindig zu machen und mithilfe von Datenbanken zu systematisieren. Darunter finden sich auch Versuche, Unterschiede in Bezug auf Geschlecht und Ethnizität epigenetisch zu klassifizieren.

Politik & Wirtschaft

Wessolleck, Winfried

Massengentests dienen keinesfalls nur dazu, Personen ausfindig zu machen, deren DNA an einem Tatort gefunden wurde. Mit den Tests wird auch ein Klima erzeugt, in dem verdächtig ist, wer sich verweigert. In einem Mordfall im Landkreis Gütersloh haben Ermittlungsbehörden die Unschuldsvermutung jetzt mit Hilfe eines Massengentests auch ganz praktisch ausgehebelt: Die Verweigerer wurden von Polizei und Staatsanwaltschaft als Tatverdächtige behandelt.

Jung, Jenny & Schultz,Susanne

Geschwister dürfen wegen Inzests verurteilt werden. Diese Position des Bundesverfassungsgerichts bestätigte am 12. April der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Dass Rechtsprechung und Gesetzgebung zum Inzest in der Bundesrepublik mit Menschenrechten herzlich wenig zu tun haben, zeigt ein Blick auf die Argumentation des Bundesverfassungsgerichts und auf den betreffenden Paragraphen im Strafgesetzbuch: Es sind eugenische Vorstellungen, die das Inzestverbot begründen.

Editorial


Wie schade, dass Argentinien nicht zu Europa gehört, dachte ich kürzlich. Nicht nur, weil das Land vor wenigen Jahren den Schuldendienst komplett verweigert und den daraus folgenden Staatsbankrott gut überwunden hat. Nein, Argentinien macht derzeit auf einem ganz anderen Gebiet Geschichte: In dem Land ist gerade ein Gesetz verabschiedet worden, nach dem geschlechtliche Identität einzig...

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Impressum

GID 212, Juni 2012, 28. Jahrgang, ISSN 0935-2481, Redaktion: Theresia Scheierling (ViSdP), Anne Bundschuh, Christof Potthof, Susanne Schultz, Alexander v. Schwerin, Maja Stralucke, Uta Wagenmann