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Gen-ethischer Informationsdienst (GID)

Der Gen-ethische Informationsdienst (GID) ist die Fachzeitschrift des Gen-ethischen Netzwerk.
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Vereinzelt findet sich der GID auch in Buchläden. Eine Liste finden Sie hier. Wenn Sie Läden kennen, die am Verkauf des GID interessiert wären, lassen Sie es uns bitte wissen.

Der GID wurde 1985 als Informationsdienst für diejenigen Gruppen gegründet, die sich kritisch mit den Entwicklungen in der Gen- und Biotechnologie befassen. Ziel des Redaktionsteams war - und ist! - es, den Aufbau dieser Gentechnik-Gruppen in der Bundesrepublik zu unterstützen, beispielsweise durch Terminankündigungen, Presseübersichten, Literaturhinweise, Gruppenvorstellungen sowie Unterstützungsaufrufen bei Aktionen und Recherchen.

Der GID erscheint derzeit (Stand: Februar 2017) vier Mal im Jahr, ein Einzelheft kostet 8,50 Euro, das Jahresabo 35 Euro (regulär) beziehungsweise 50 Euro (Soli-Abo).

Direkt mit dem Erscheinen der Druckausgabe stellen wir etwa ein Viertel des Inhaltes kostenfrei online zur Verfügung. Mehr als ein Jahr alte Ausgaben des Gen-ethischen Informationsdienst sind vollständig und kostenfrei online verfügbar. Bitte prüfen Sie, ob die Lektüre Ihnen trotzdem etwas wert ist. Sie können das GeN hier unterstützen. Vielen Dank!
PS: Als Kostprobe ein kostenloser Download der gesamten Ausgabe des GID 207 (August 2011) hier. (2 MB, pdf-Dokument, direkter Link)

GIDSortier-Icon Titel
159 August 2003 Forschung: Wie, was warum?

Forschung im Interesse der Öffentlichkeit? Wie, was, warum? Neuen Technologien gehen Entscheidungen voraus. Diese treffen Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Politik. Gaben im Fall der Biotechnologie zunächst vor allem Vertreter der Industrie und Wissenschaft den Ton an, so betraten Mitte der achtziger Jahre auch kritische Akteure die Bühne. Bis heute werden harte wirtschafts- und technologiepolitische Entscheidungen nur im "kleinen" Kreis entschieden, während Zukunftsfragen in offeneren Kommunikationszusammenhängen diskutiert werden. Ein Blick auf den Stand der politischen Debatte um die Gentechnik.

160 Oktober 2003 Patente, Pillen und Piraten

Das doppelte Genom: Im Text der Patentierungsrichtlinie der Europäischen Union ist von zwei Genomen die Rede: Dem natürlichen Genom, das nicht patentiert werden darf, steht die technisch produzierte Genomsequenz gegenüber. Hier findet eine Übersetzung zwischen den unterschiedlichen Wissensordnungen und Beschreibungsweisen des Laborsystems und des Rechtssystems statt. Paradoxerweise wird dabei gleichzeitig der Schutz des Genoms und seine Entschlüsselung zur gesellschaftlichen Pflicht erhoben.

161 Dezember 2003 GID-Titelbild: Gentests Gentests

Medizinische Tatsache oder statistisches Kalkül: Biotech- und Pharmafirmen haben erkannt, dass Gentests neue Einnahmequellen erschließen und der Markt dabei sogar auf gesunde Menschen mit angeblich "belastenden Genen" ausgeweitet werden kann. Helen Wallace, Gene Watch UK, beschreibt aktuelle Forschungsschwerpunkte der Diagnostikindustrie und die gesellschaftlichen Probleme, die daraus entstehen. Thomas Lemke analysiert die Regierung genetischer Risiken, und Gerd Gigerenzer fragt sich wie man Risiken kommuniziert man Risiken? Ausserdem vermittelt ein Interview mit Gentest24 Eindrücke aus der Praxis

162 Februar 2004 GID-Titelbild: Gentechnik-freie Landwirtschaft Gentechnik-freie Landwirtschaft

GVO-freie Regionen weltweit: Was vor wenigen Jahren noch als Randerscheinung in der Gentechnikdebatte und politisch naive Aktivität betrachtet wurde, hat sich spätestens im Laufe des letzten Jahres zu einer weltweit ernst zu nehmenden Bewegung entwickelt - die Ausrufung Gentechnik-freier Zonen.

163 April 2004 GID-Titelbild: "Ethische Marker in der Genomanalyse "Ethnische Marker" in der Genomanalyse

Evas Töchter, Adams Söhne:
HUGO* ist ein alter Freund des GID, das kann nach fast fünfzehn Jahren durchaus behauptet werden. Einfach ist es nicht immer gewesen - ist HUGO doch schon in jungen Jahren mit einer ziemlich dicken Klappe umhergezogen. Versprechen waren schon immer seine Stärke, das Einhalten derselben weniger. Nachdem in den letzten Jahren der Euphorie keine Grenzen gesteckt waren, das Genom gilt als entschlüsselt, die x-te Version ist veröffentlicht, macht sich nun Katerstimmung breit. In diesem Jahr fand das Treffen von HUGO in Berlin statt. Versprechen wurden eher zurückgenommen: "Die Frage ist, ob wir darauf achten, die Integrität der wissenschaftlichen Kultur zu wahren, oder ob wir in einen Guerrillakrieg mit der Öffentlichkeit eintreten, indem wir Versprechen machen, die wir letztlich nicht erfüllen können." Töne, die früher nicht auf HUGOs Treffen zu hören waren. Die Zunft der Genom-ForscherInnen weiß nicht so recht wohin mit sich. Ein Genom nach dem anderen wird entschlüsselt, oder, was man derzeit für eine Entschlüsselung hält: das Aneinanderreihen der magischen vier Buchstaben: ATGC. Und ausgerechnet in dieser Phase der Selbstfindung rückt die Politik, nach wie vor vor auf dem ...omik-Trip, den ProtagonistInnen auf die Pelle und verlangt nach umsetzbaren Ergebnissen, die weltweit Wirtschaftsstandorte erhalten helfen.

164 Juni 2004 GID-Titelbild: EU-Erweiterung EU-Erweiterung

Europäische Länder: Neue Länder, neues Glück?
Polen, Tschechien, Bulgarien und Rumänien sind Einfallstore für genmanipulierte Pflanzen. Gesetze werden nicht eingehalten, kommerzieller Anbau wird als Versuch getarnt, und es fehlt an Labors, die Genspuren nachweisen können. Vor allem US-Genkonzerne haben bereits investiert.

165 August 2004 GID-Titelbild: Medien Medien

Medien, Macht und Manipulation Ignacio Chapela, in Mexiko geborener Assistenzprofessor für Biologie an der Universität in Berkeley (USA), fand bei einer Untersuchung von mexikanischen Mais-Landsorten gentechnisch verändertes Material. Seine Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin Nature publiziert. Später distanzierten sich die Herausgeber von dem Artikel - ein bis dato einmaliger Vorgang in der mehr als hundertjährigen Geschichte des Magazins. Außerdem beschäftigen sich Mike Steffen Schäfer mit der Humangenomforschung in der Mediendebatte, Gernot Hofmann mit dem Management von Sichtweisen und Michael Strassnig mit der Politik der Stammzellen.

166 Oktober 2004 GID-Titelbild: Reis Reis

Reis - ein Grundnahrungsmittel in Gefahr? Das Unternehmen Bayer CropScience hat in Europa eine Import-Genehmigung für gentechnisch veränderten Reis beantragt. Ein Anbau ist in Europa (vorerst?) nicht geplant, wachsen soll der Reis in Asien. Dort sind vor tausenden von Jahren die ersten Reissorten kultiviert worden und dort ist auch heute noch die größte Reis-Artenvielfalt zu finden, was diese Region besonders schützenswert gegen mögliche Verunreinigungen mit gentechnisch veränderten Reissorten macht. Bisher ist über den Antrag noch nicht entschieden. In den USA, möchte ein Biotechnologie-Unternehmen den kommerziellen Anbau einer gentechnisch veränderten Reissorte vorantreiben, die in ihren Körnern zwei menschliche Proteine produziert. Verbraucher- und Umweltschützer sowie Reisproduzenten in den USA sind dagegen.

167 Dezember 2004 GID-Titelbild: Biobanken Biobanken

Das Europa der Biobanker Gendatenbanken sind überall dort unvermeidlich, wo "genetische Information" entstehen soll. "Gen-Informationen" lagern nicht einfach im Zellkern. Sie werden durch die Verknüpfung mit medizinischen, genealogischen und verhaltensbezogenen Daten erst hergestellt. Ein Überblick über das Zusammenspiel von Forschungspolitik, -markt und Biobanken bei der Molekularisierung und Genetifizierung der Medizin.

168 Februar 2005 GID-Titelbild: Gendiagnostikgesetz Gendiagnostikgesetz

Untersuchungen ohne Eigenschaften: Nach jahrelanger Verzögerung kommt die von der rot-grünen Regierung in den Koalitionsvereinbarungen von 1998 bereits angekündigte Gesetzgebung zur Gendiagnostik in Schwung. Im Herbst letzten Jahres gelangte ein Arbeitsentwurf des Gesundheitsministeriums für ein "Gesetz über genetische Untersuchungen bei Menschen" an die Öffentlichkeit. Dieses Gendiagnostikgesetz soll den Einsatz von Genanalysen regeln und unter anderem verhindern, dass jemand aufgrund seiner genetischen Konstitution diskriminiert wird.

169 April 2005 Gentechnikfrei

Auf Seitenwegen Der GID ist zwanzig. Zwanzig Jahre, in denen die Redaktion alle zwei Monate ausführlich und kritisch über aktuelle Entwicklungen der Gentechnologie in Landwirtschaft und Medizin berichtet hat. Das bedeutet aber auch: Seit zwanzig Jahren beschäftigen wir uns mit einer Sache, die wir -­ und wohl auch die Mehrheit unserer Leserinnen und Leser - nicht wollen.

170 Juni 2005 DNA-Analyse

Im Namen der Sicherheit Der Begriff der "Sicherheit" hat Konjunktur. In seinem Namen werden Freiheits- und Persönlichkeitsrechte in wachsendem Umfang eingeschränkt. Eines der zentralen Elemente der Überwachung von BürgerInnen ist die Datenspeicherung, auch von DNA-Profilen. Grundrechte und Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit werden dabei immer weiter untergraben.