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161 Dezember 2003 GID-Titelbild: Gentests Gentests Medizinische Tatsache oder statistisches Kalkül: Biotech- und Pharmafirmen haben erkannt, dass Gentests neue Einnahmequellen erschließen und der Markt dabei sogar auf gesunde Menschen mit angeblich "belastenden Genen" ausgeweitet werden kann. Helen Wallace, Gene Watch UK, beschreibt aktuelle Forschungsschwerpunkte der Diagnostikindustrie und die gesellschaftlichen Probleme, die daraus entstehen. Thomas Lemke analysiert die Regierung genetischer Risiken, und Gerd Gigerenzer fragt sich wie man Risiken kommuniziert man Risiken? Ausserdem vermittelt ein Interview mit Gentest24 Eindrücke aus der Praxis
160 Oktober 2003 Patente, Pillen und Piraten Das doppelte Genom: Im Text der Patentierungsrichtlinie der Europäischen Union ist von zwei Genomen die Rede: Dem natürlichen Genom, das nicht patentiert werden darf, steht die technisch produzierte Genomsequenz gegenüber. Hier findet eine Übersetzung zwischen den unterschiedlichen Wissensordnungen und Beschreibungsweisen des Laborsystems und des Rechtssystems statt. Paradoxerweise wird dabei gleichzeitig der Schutz des Genoms und seine Entschlüsselung zur gesellschaftlichen Pflicht erhoben.
159 August 2003 Forschung: Wie, was warum? Forschung im Interesse der Öffentlichkeit? Wie, was, warum? Neuen Technologien gehen Entscheidungen voraus. Diese treffen Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Politik. Gaben im Fall der Biotechnologie zunächst vor allem Vertreter der Industrie und Wissenschaft den Ton an, so betraten Mitte der achtziger Jahre auch kritische Akteure die Bühne. Bis heute werden harte wirtschafts- und technologiepolitische Entscheidungen nur im "kleinen" Kreis entschieden, während Zukunftsfragen in offeneren Kommunikationszusammenhängen diskutiert werden. Ein Blick auf den Stand der politischen Debatte um die Gentechnik.