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167 Dezember 2004 GID-Titelbild: Biobanken Biobanken Das Europa der Biobanker Gendatenbanken sind überall dort unvermeidlich, wo "genetische Information" entstehen soll. "Gen-Informationen" lagern nicht einfach im Zellkern. Sie werden durch die Verknüpfung mit medizinischen, genealogischen und verhaltensbezogenen Daten erst hergestellt. Ein Überblick über das Zusammenspiel von Forschungspolitik, -markt und Biobanken bei der Molekularisierung und Genetifizierung der Medizin.
166 Oktober 2004 GID-Titelbild: Reis Reis Reis - ein Grundnahrungsmittel in Gefahr? Das Unternehmen Bayer CropScience hat in Europa eine Import-Genehmigung für gentechnisch veränderten Reis beantragt. Ein Anbau ist in Europa (vorerst?) nicht geplant, wachsen soll der Reis in Asien. Dort sind vor tausenden von Jahren die ersten Reissorten kultiviert worden und dort ist auch heute noch die größte Reis-Artenvielfalt zu finden, was diese Region besonders schützenswert gegen mögliche Verunreinigungen mit gentechnisch veränderten Reissorten macht. Bisher ist über den Antrag noch nicht entschieden. In den USA, möchte ein Biotechnologie-Unternehmen den kommerziellen Anbau einer gentechnisch veränderten Reissorte vorantreiben, die in ihren Körnern zwei menschliche Proteine produziert. Verbraucher- und Umweltschützer sowie Reisproduzenten in den USA sind dagegen.
165 August 2004 GID-Titelbild: Medien Medien Medien, Macht und Manipulation Ignacio Chapela, in Mexiko geborener Assistenzprofessor für Biologie an der Universität in Berkeley (USA), fand bei einer Untersuchung von mexikanischen Mais-Landsorten gentechnisch verändertes Material. Seine Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin Nature publiziert. Später distanzierten sich die Herausgeber von dem Artikel - ein bis dato einmaliger Vorgang in der mehr als hundertjährigen Geschichte des Magazins. Außerdem beschäftigen sich Mike Steffen Schäfer mit der Humangenomforschung in der Mediendebatte, Gernot Hofmann mit dem Management von Sichtweisen und Michael Strassnig mit der Politik der Stammzellen.
164 Juni 2004 GID-Titelbild: EU-Erweiterung EU-Erweiterung Europäische Länder: Neue Länder, neues Glück?
Polen, Tschechien, Bulgarien und Rumänien sind Einfallstore für genmanipulierte Pflanzen. Gesetze werden nicht eingehalten, kommerzieller Anbau wird als Versuch getarnt, und es fehlt an Labors, die Genspuren nachweisen können. Vor allem US-Genkonzerne haben bereits investiert.
163 April 2004 GID-Titelbild: "Ethische Marker in der Genomanalyse "Ethnische Marker" in der Genomanalyse Evas Töchter, Adams Söhne:
HUGO* ist ein alter Freund des GID, das kann nach fast fünfzehn Jahren durchaus behauptet werden. Einfach ist es nicht immer gewesen - ist HUGO doch schon in jungen Jahren mit einer ziemlich dicken Klappe umhergezogen. Versprechen waren schon immer seine Stärke, das Einhalten derselben weniger. Nachdem in den letzten Jahren der Euphorie keine Grenzen gesteckt waren, das Genom gilt als entschlüsselt, die x-te Version ist veröffentlicht, macht sich nun Katerstimmung breit. In diesem Jahr fand das Treffen von HUGO in Berlin statt. Versprechen wurden eher zurückgenommen: "Die Frage ist, ob wir darauf achten, die Integrität der wissenschaftlichen Kultur zu wahren, oder ob wir in einen Guerrillakrieg mit der Öffentlichkeit eintreten, indem wir Versprechen machen, die wir letztlich nicht erfüllen können." Töne, die früher nicht auf HUGOs Treffen zu hören waren. Die Zunft der Genom-ForscherInnen weiß nicht so recht wohin mit sich. Ein Genom nach dem anderen wird entschlüsselt, oder, was man derzeit für eine Entschlüsselung hält: das Aneinanderreihen der magischen vier Buchstaben: ATGC. Und ausgerechnet in dieser Phase der Selbstfindung rückt die Politik, nach wie vor vor auf dem ...omik-Trip, den ProtagonistInnen auf die Pelle und verlangt nach umsetzbaren Ergebnissen, die weltweit Wirtschaftsstandorte erhalten helfen.
162 Februar 2004 GID-Titelbild: Gentechnik-freie Landwirtschaft Gentechnik-freie Landwirtschaft GVO-freie Regionen weltweit: Was vor wenigen Jahren noch als Randerscheinung in der Gentechnikdebatte und politisch naive Aktivität betrachtet wurde, hat sich spätestens im Laufe des letzten Jahres zu einer weltweit ernst zu nehmenden Bewegung entwickelt - die Ausrufung Gentechnik-freier Zonen.