Nutrigenomik + Funktionelle Lebensmittel = My Food?
GID Spezial:
11
Dezember 2011
Wie wird das Menü der Zukunft aussehen?
Als eines der Nachfolgeprojekte der Entschlüsselung des menschlichen Genoms ist die so genannte Nutrigenomik angetreten, Ernährung für Gesundheit in personalisierter Form zu liefern.Die Theorie ist schlicht: Menschen sind nicht gleich. Oder, wie es heißt, dass es in Köln heißt: „Jeder Jeck ist anders.“ Das gilt für viele sichtbare Eigenschaften, Augen-, Haar- und Hautfarbe, ob ich groß oder klein bin. Genauso gilt das für viele „innere Eigenschaften”, zum Beispiel ob ich Milch vertrage oder nicht, ob ich mein Essen schnell verdaue oder langsam. Der eine macht jede Grippewelle mit, die nächste schwört, dass sie nie krank wird. Aber: Was macht den Unterschied? Um diese Frage zu beantworten, war Anfang der 1990er Jahre das Projekt zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms angetreten. Alle Gene des Menschen sollten entschlüsselt werden - mindestens 100.000 Stück, so dachte man damals. Schlussendlich wurden dann doch nur 20.000 Gene gefunden und von Entschlüsselung im Sinne von Verstehen konnte keine Rede sein. Dafür aber bekamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine ganz neue Vorstellung von der Komplexität der Gen-Regulierung. Teil dieser Gen-Regulierung ist, dass in den allermeisten Fällen Umweltfaktoren beteiligt sind. Entsprechend stellt sich auch die Frage, wie es bei unseren inneren und äußeren Eigenschaften zu Unterschieden kommt, mittlerweile als deutlich komplexer dar.
GID Spezial Nutrigenomik + Funktionelle Lebensmittel = My Food? (erschienen im Dezember 2011) hier online bestellen.
Inhaltsverzeichnis
Wie wird das Menü der Zukunft aussehen?
EinführungGID-Redaktion
Seite 3
Verbraucher in die Irre führen
Lebensmittelkonzerne versprechen viel, können aber nur wenig belegenInterview mit Anne Markwardt von foodwatch
Seite 7
Gesundheits- und nährwertbezogene Angaben
Was Nahrungsmittel versprechen dürfenVon Christof Potthof
Seite 14
Functional Food...
...aus der Sicht einer ErnährungsberaterinInterview mit Diana Lender
Seite 16
Opfer des eigenen Erfolgs?
Genomforschung erfüllt die Erwartungen nichtVon Christof Potthof
Seite 20
Personalisierte Unmündigkeit
Zur Rationalität der Nutrigenomik und ihren FunktionenVon Jonas Harney
Seite 24
Esst mehr Gesundheit!
Motive und Visionen bei der Förderung der ErnährungsforschungVon Uta Wagenmann und Jonas Harney
Seite 33
Technische Gimmicks
Genom- und Stoffwechseldaten müssen zusammenkommenVon Christof Potthof
Seite 38
Bilder im gedruckten GID Spezial:
Wenn nicht anders angegeben wurden die Fotos in diesem GID Spezial von Sibylle Hofter erstellt. Sie entstammen einer dokumentarischen Arbeit über die Fruit-Logistica-Messe in Berlin. Alle Originale sind in Farbe. Online unter: www.hofter.de/Bild_Agentur_Schwimmer/2010-02-FruitLogistica1.htmund
http://hofter.de/Bild_Agentur_Schwimmer/Fruit-Logistica-2009.htm
Sibylle Hofter im Internet unter: www.hofter.de. Vielen Dank!
Impressum
Gen-ethischer Informationsdienst GID Spezial Nr. 11
Beilage zu GID Nr. 209, Dezember 2011, 27. Jahrgang ISSN 0935-2481<br>
Redaktion der Beilage: Christof Potthof, Uta Wagenmann, Jonas Harney, Theresia Scheierling (ViSdP)



