Landwirtschaft & Lebensmittel
GID 207, August 2011: Grüne Wüsten - Ein Beitrag zum Leben und Sterben mit gv-Soja und dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup in Paraguay.
(Berlin, 22. Juni 2011) „Ohne Gentechnik keine Patente - ohne Patente keine Gentechnik?!‟
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Landwirtschaft & Lebensmittel
In Lebensmittelgeschäften sind zunehmend Produkte zu finden, die gentechnisch veränderte (gv) Bestandteile enthalten. Untersuchungen in fünf Bundesländern ergaben: Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) werden in der Lebensmittelproduktion eingesetzt. Die gute Nachricht: Es sind nach wie vor praktisch keine Lebensmittel auf dem Markt, die hauptsächlich aus GVO bestehen. Die schlechte: Etwa jedes vierte sojahaltige Nahrungsmittel enthält auch transgene Anteile. Diese Anteile liegen im Endprodukt in der Regel unter der europaweit geltenden Kennzeichnungsschwelle von 0,9 Prozent.
Die Fallstudie befasst sich mit einem Bereich, der in der kritischen Debatte um die Auswirkungen gentechnisch veränderter Kulturen vielfach noch unterbelichtet bleibt: die Erzeugung und Vermehrung des transgenen Saatguts, das zumeist über die USA auf den Weltmarkt gelangt. Diese Vermehrung findet in Staaten statt, die bislang in keiner der einschlägigen Listen über Anbauländer transgener Kulturen auftauchen. Dennoch lassen dort seit vielen Jahren transnationale Konzerne des Agrobiotech-Sektors und die Forschung ihre neuen Saaten von Mais, Raps, Baumwolle oder Sojabohnen testen und vermehren. Wenig ist bekannt darüber, unter welchen Bedingungen dies geschieht. Zu den davon betroffenen Ländern zählen u.a. Hawaii, Chile, Uruguay, Mexiko, Puerto Rico, Südafrika und auch Costa Rica.
Auf etwa 200 Seiten gibt diese Schrift in mehreren Beiträgen verschiedener Autoren in allgemein verständlichen Worten einen Einblick in die Vielfältigkeit der Gentechnikanwendung und skizziert die damit verbundenen Hoffnungen, Interessen und Probleme.
Kein Industriezweig hat so direkte Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden wie die Nahrungsmittelindustrie. Durch den Einsatz von Gentechnologie ist diese Industrie im Begriff sich tiefgreifend zu verändern.Das GenBuch Lebensmittel informiert kompakt und leicht verständlich über den aktuellen Stand dieser Entwicklung. Ein umfassender Serviceteil präsentiert darüber hinaus die aktuelle Situation bei einzelnen Grundnahrungsmitteln und Fertigprodukten.
Der Bt-Mais MON810 der Firma Monsanto ist eine der dienstältesten gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen weltweit. Während Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die vermeintliche Präzision der Gentechnik zum Beispiel mit Bildchen von Enzymen als zielgenauen „Scheren” dargestellt wurde, setzte Monsanto zur Entwicklung von MON810 bereits so genannte Genkanonen ein. Mit diesen werden neue Genfragmente mit Hilfe von Partikeln in Zellen geschossen. Wie die letztendlich integrierten DNA-Sequenzen aussehen und an welchem Ort sie tatsächlich eingebaut werden, ist auch 2008 noch unklar. Gv-Pflanzen waren, sind und bleiben Zufallsprodukte.
In einer neuen Untersuchung wurde zutage gefördert, dass Eiweiß-Moleküle aus gentechnisch veränderten Pflanzen deutliche Immunreaktionen, zum Beispiel Entzündungen, auslösen können. Doch damit nicht genug: Die gentechnisch erzeugten Proteine sind auch in der Lage, andere, bis dato keine Immunantwort auslösenden Eiweiße, „anzustecken”. Aktuelle Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind jedoch nicht zuverlässig geeignet, diese Erscheinungen aufzuspüren.
21. April 2008, 05:20 Uhr, Gatersleben, Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK): Die Polizei nimmt sechs junge Menschen fest, vier Frauen und zwei Männer, die eben ein Versuchfeld des Instituts zerstört haben.
„Der Skandal fängt an, wenn die Polizei ihm ein Ende macht.“ Dieses Zitat von Karl Kraus wäre treffend, wenn jenem Freisetzungsversuch, von dem diese Broschüre handelt, nicht ein Genehmigungsverfahren vorangegangen wäre, das als schlampig zu bezeichnen purer Euphemismus wäre. Erschienen ist nun eine neue Hintergrundbroschüre zu den Vorgängen rund um die Freisetzung von gentechnisch verändertem (gv) Weizen in der Genbank Gatersleben. Herausgegeben mit Unterstützung des Gen-ethischen Netzwerk.
„Der Skandal fängt an, wenn die Polizei ihm ein Ende macht.“ Dieses Zitat von Karl Kraus wäre treffend, wenn jenem Freisetzungsversuch, von dem diese Broschüre handelt, nicht ein Genehmigungsverfahren vorangegangen wäre, das als schlampig zu bezeichnen purer Euphemismus wäre. Erschienen ist nun eine neue Hintergrundbroschüre zu den Vorgängen rund um die Freisetzung von gentechnisch verändertem (gv) Weizen in der Genbank Gatersleben. Herausgegeben mit Unterstützung des Gen-ethischen Netzwerk.
Die Kommission der Europäischen Union hat die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel „Amflora“ des deutschen Chemiekonzerns BASF für den Anbau in der EU zugelassen - das erste Feld liegt in Mecklenburg-Vorpommern.
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