Landwirtschaft & Lebensmittel
- Das Gen-ethische Netzwerk fordert einen Stopp der Patentierung von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln. Ein internationales Bündnis gegen Patente auf Saatgut, Pflanzen, landwirtschaftliche Nutztiere und Lebensmitteln startet in dieser Woche globale Aktivitäten.
- Gentechnologie war früher - heute kommen WissenschaftlerInnen aus Forschung und Industrie als Synthetische BiologInnen daher.
- Wälder werden zunehmend Teil des agrar-industriellen Systems zur Produktion nachwachsender Rohstoffe. Geht es nach den GentechnikerInnen, werden Pestizide bei der Forschung und Entwicklung neuer Plantagenbäume eine immer größere Rolle spielen.
- Kaum ein Film hat in den vergangenen Jahren in der Gentechnik-Debatte einen vergleichbaren Einfluss gehabt, wie Marie-Monique Robins Dokumentation „Monsanto - Mit Gift und Genen”. In unzähligen öffentlichen und nicht öffentlichen Aufführungen ist er - obwohl nicht für das Kino produziert - weltweit gezeigt worden.
- Glyphosat, der Wirkstoff in dem Herbizid „Roundup“ von Monsanto und anderen Unkrautvernichtungsmitteln, gerät immer stärker ins Zwielicht. Gilles-Eric Séralini hat in den letzten Jahren eine Reihe von wissenschaftlichen Publikationen zu diesen Giftstoffen veröffentlicht. Er legt damit auch Lücken in der Regulierung von Herbiziden und gentechnisch veränderten Pflanzen offen.
- In den USA werden gentechnisch veränderte Pflanzen seit 1996 kommerziell angebaut. Der US-amerikanische Agronom Charles Benbrook hat im November den Bericht „Der Einfluss von gentechnisch veränderten Pflanzen auf den Pestizid-Verbrauch - die ersten dreizehn Jahre” veröffentlicht. Der Bericht macht deutlich, dass der Einsatz dieser Pflanzen den Pestizid-Verbrauch gewaltig gesteigert und die Problematik resistenter Unkräuter verschärft hat.
- (Berlin, 02. März 2010) Der Chemiekonzern BASF hat heute eine Zulassung für den kommerziellen Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel "Amflora" bekommen. Damit ist die EU-Kommission dem langjährigen Drängen des Konzerns nachgekommen. Bemerkenswert ist besonders die Zulassung als Futter- und Lebensmittel. ... oder ist diese Entscheidung doch der Todesstoß für Amflora?
