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Hans-Jörg Buhk

Stand: Mai 2008 (einzelne Ergänzungen März 2010 und April 2011)

Studium & wissenschaftliche Arbeit

Gärtnerlehre, Gartenbaustudium an der FH Berlin. 1972: Abschluss als Dipl.-Ingenieur. 1972-74: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin. 1974: Biologie- und Genetikstudium, TU Berlin; Diplomarbeit am MPI für Molekulare Genetik, Berlin-Dahlem. Promotion zur molekularen Genetik bei Bakterien; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI.

aktuelle Position

1982: RKI, Abteilung Virologie, um in Verbindung mit der ZKBS die fachliche Kompetenz zu molekularer Genetik und Sicherheit der Gentechnik aufzubauen.
Seit 1983: Arbeiten zur Sicherheit der Gentechnik und wissenschaftliche Begleitung der ZKBS.
1990: Aufbau der Abteilung „Biologische Sicherheit (Gentechnik)“ nach dem Inkrafttreten des Gentechnikgesetzes.
2004: Wechsel zum BVL nach Umstrukturierung der Zuständigkeiten, Leiter der Abteilung 4, Gentechnik
Ende 2010 wurde Buhk auf eine bisher nicht näher beschriebene Stelle im Bundeslandwirtschaftsministerium versetzt. Er soll allen mit der Gentechnik zusammenhängenden Fragen entbunden sein.

Mitglied in Kommission & Arbeitsgruppen

1999 & 2000: Mitglied der deutschen Delegation zur Entwicklung des Cartagena-Protokols.
2003-06: Mitglied des EFSA-GMO-Panels, ab 2006: Mitglied der EFSA-Arbeitsgruppe „GMO Applications (Molecular Characterisation)“. 2007 trug er zum Statement der EFSA zur Verwendung von Antibiotikaresistenz-Markern in GVOs bei.
Kooperationspartner im Europäischen Netzwerk GVO-Laboratorien. Das gleiche nochmals 2009.

Mitglied in Forschungsprojekten

2000-03: ENTRANSFOOD - European network safety assessment of genetically modified food crop

Mitglied in Lobby-Organisationen

Mitglied im WGG.
Mitglied des PRRI mit Hinweis auf das BVL. (In seiner Declaration of Intrests für die EFSA gibt Buhk seine PRRI-Mitgliedschaft nicht an.)
1996/97: Auftritte und Publikationen zur Unterstützung von Monsantos Einführung von gv-Soja auf den deutschen Markt.
2000: Unterzeichner der Erklärung Scientist in support of agricultural biotechnology des Gentechnik-Lobbyisten C.S. Prakash, in dem u.a. gegen das Vorsorgeprinzip argumentiert wird.
2002: Abmahnung wegen eines öffentlichen Auftritts als Industrievertreter.
2002: Auftritt im Werbevideo „Das streitbare Korn“, in dem Buhk die ökonomischen Vorteile von gv-Mais anpreist. (Nach Angaben von Report Mainz lag eine offizielle Erlaubnis zum Auftritt in diesem Video vor.)
2004: Mitarbeit im Steering Committee von ABIC2004 und Unterzeichner (mit Hinweis auf das BVL) des ABIC2004 Manifestos, in dem die Abschaffung „unnötiger Hürden“ für die Zulassung von GVOs gefördert wird, während Buhk als Leiter des Gentechnik-Referats für die Einhaltung genau dieser bestehenden 'Hürden' verantwortlich ist.

direkte und indirekte Beteiligung an Genehmigungsverfahren für GVO

Als Leiter des Referats Gentechnik der BVL ist Buhk zuständig für die Genehmigung von GVOs in Deutschland, darunter fallen auch so umstrittene Entscheidungen des BVL wie die Aussetzung der MON810-Genehmigung, bzw. deren Wiederaufhebung, die Produktion von gv-Saatgutkartoffeln als Freilandversuch oder Genehmigungen für Freisetzungen in der Nähe der Saatgutbank Gatersleben.

Zitate

"Es liegen keine neuen, wissenschaftlich begründeten Erkenntnisse vor, die es rechtfertigen, unsere bisher zu MON810 geäußerte Maßnahmen gegen das Inverkehrbringen von MON810 zu begründen. (...) In meiner Zuständigkeit als Leiter der Abteilung Gentechnik kann ich die ergangene Weisung zur Einschränkung der Inverkehrbringensgenehmigung zu MON810 aus fachlichen Gründen nicht als richtig erachten.“ aus einer Email vom 26. April 2007, in dem Buhk sich gegen die Weisung des BMELV, die Zulassung von MON810 auszusetzen, wehrt.