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Mensch & Medizin

Mensch & Medizin

(April 2014) Eine Podiumsdiskussion zur oft großspurigen Rede von Inklusion findet am 21. Mai in Berlin statt. Auf der Veranstaltung, die zum Rahmenprogramm der auch in diesem Jahr wieder vom GeN, dem Arbeitskreis Mit ohne Behinderung (AK MoB) und anderen kritischen Gruppen organisierten Disability and Mad Pride Parade gehört, wird es unter anderem um die realen Bedingungen gehen, unter denen behinderte Menschen in unserer angeblich schon fast inklusiven Gesellschaft leben.

(Berlin, 26. März 2014) "Bluttests und die Praxis der Pränataldiagnostik fördern Diskriminierung und untergraben Bemühungen zur Inklusion!" Unter dieser Überschrift kritisiert das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik in einer Stellungnahme unter anderem die Bluttests, mit denen unter dem Label der Schwangerschaftsvorsorge nach Trisomie 21 oder Turner-Syndrom beim Fötus gefahndet wird. Anlass ist die Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik vor fünf Jahren.

(Berlin, 23. März 2014) Das GeN hat erneut gemeinsam mit anderen Gruppen und Einzelpersonen bei der britischen Human Fertility and Embryology Authority (HFEA) gegen die so genannte Mitochondrien-Manipulation protestiert. Diesmal entzündet sich unsere Kritik daran, dass die HFEA für eine Legalisierung der Methode votiert und bestehende Zweifel an der Sicherheit und Wirksamkeit der Methode ignoriert.

Simulierte Gehirne, Cyborgs und künstliche Intelligenz - im Transhumanismus finden biopolitische Optimierungsprogramme ihre zeitgenössische Form und Anwendung. Was zu­nächst wie Science-Fiction klingt, ist bereits Teil unseres Alltags.

(29. November 2013) Ab Februar kommenden Jahres kann die Präimplantationsdiagnostik (PID) unter bestimmten Voraussetzungen angewendet werden. Ob sie vorliegen, entscheiden Ethikkommissionen. Sechs Landesregierungen planen nun die Einrichtung eines gemeinsamen Gremiums - dessen Tätigkeit weitgehend im Verborgenen stattfinden soll: Dagegen protestiert das GeN scharf und hat die Abgeordneten in den Parlamenten der beteiligten Länder aufgefordert, dem Entwurf in der vorliegenden Form nicht zuzustimmen. Die Praxis des selektiven Verfahrens PID gehört nicht hinter verschlossene Türen!

Glaubt man Verlautbarungen aus Humangenetik und Labormedizin, wird die Sequenzierung des gesamten Genoms bald ein Routineverfahren in der klinischen Praxis. Verschiedene Fachgesellschaften nehmen diese Aussichten zum Anlass, das Recht auf Nichtwissen zu torpedieren. Ein Blick auf aktuelle Konstruktionen genetischer Verantwortung.

Immer mehr Unternehmen bieten Tests an, die schon in der Frühschwangerschaft eingesetzt werden können, um anhand einer Blutprobe der werdenden Mutter Aussagen über den Embryo zu machen. Gegen die mit den neuen technologischen Möglichkeiten zu erwartende Eskalationsstufe bei der vorgeburtlichen Selektion laufen nicht nur Beratungsstellen oder Organisationen wie das GeN Sturm. Auch die Gynäkologinnen im Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) haben eine kritische Stellungnahme verfasst, die wir hier dokumentieren.