Bt-Baumwolle

Schwerpunkt

Baumwolle weltweit: In der europäischen Diskussion spielt transgene Baumwolle eine Nebenrolle. International, gerade wenn über das Wohl und Weh' der Kleinbauern in sich entwickelnden Ländern gestritten wird, kann ihre Bedeutung kaum überschätzt werden.

Impressum

GID 176, Juni/Juli 2006 22. Jahrgang - ISSN 0935-2481 Redaktion: Theresia Scheierling (ViSdP), Monika Feuerlein, Christof Potthof, Ute Sprenger, Uta Wagenmann, Olga Bartkowska, Janis Ehling

Artikel in dieser Ausgabe

  • Transgene Baumwolle

    Von
    Christof Potthof

    In der europäischen Diskussion spielt transgene Baumwolle eine Nebenrolle. International, gerade wenn über das Wohl und Weh’ der Kleinbauern in sich entwickelnden Ländern gestritten wird, kann ihre Bedeutung kaum überschätzt werden.

  • Bt-Baumwolle vor Gericht

    Von
    Suman Sahai

    Erstmals für die Anbau-Saison 2002 zugelassen, sorgt die transgene Bt-Baumwolle für nicht enden wollende Streitigkeiten zwischen dem Biotech-Joint-Venture Mahyco-Monsanto, den Landwirten und der Regierung des indischen Bundesstaates Andra Pradesh. Jetzt muss das Oberste Gericht entscheiden.

  • Gv-Baumwolle unter Beobachtung

    Von
    Christof Potthof, Ute Sprenger

    An der ETH Zürich läuft derzeit ein internationales Vorhaben, mit dem die wissenschaftlichen Grundlagen zur Einschätzung potenzieller Umweltauswirkungen von transgenen Kulturen in der Landwirtschaft verbessert werden sollen. In einer zweiten Projektphase erarbeitet man mit brasilianischen ExpertInnen eine landesspezifische Grundlage zur Riskioanalyse für Bt-Baumwolle. Die Beteiligung von Betroffenen und transparente wissenschaftliche Analyseverfahren sind dabei wichtige Elemente.

  • EU: Studie zur Koexistenz

    Von
    Ute Sprenger

    Noch wird in Europa offiziell lediglich transgener Mais, nicht aber gentechnisch veränderte (gv) Baumwolle kommerziell angebaut. Anträge dazu liegen gleichwohl vor. In Fallstudien ließ die EU-Kommission nun untersuchen, wie Landwirte zukünftig in Kultur- und Saatguterzeugung bei konventionellem Mais, Zuckerrüben und Baumwolle eine zufällige oder unbeabsichtigte Kontamination durch genmanipuliertes Material verringern können. Für Baumwolle werden dabei Grenzwerte empfohlen, die dem transgenen Anbau in Europa Tür und Tor öffnen.

  • Kein Ausweg aus der Sackgasse

    Von
    Tillmann Elliesen

    In Südafrika wird fast nur noch genmanipulierte Baumwolle angebaut. Auch die meisten Kleinbauern sind umgestiegen. Doch die Bauern verdienen kaum noch Geld mit Baumwolle, weil der Weltmarktpreis sinkt. Daran ändert auch die Technik nichts.

  • Gv-Maisanbau 2006 - Der Durchbruch bleibt aus

    Von
    Thomas Janoschka

    Die Anbaufläche für gentechnisch veränderten Mais in Deutschland wächst schwach, aber sie wächst. Regional bilden sich große und kleine Bündnisse, oft um den Anbau überhaupt öffentlich zu machen. Nicht selten mit dem Erfolg, den Anbau zu verhindern.

  • Milch ohne Gentechnik - geht das?

    Interview mit
    Karin Arzt-Steinbrink

    Vor einem Jahr machte die Upländer Bauernmolkerei das Unmögliche möglich: Milch ohne Gentechnik. Entsprechend der so genannten "Seehofer-Verordnung" wird bei der Herstellung der Bergweide-Milch völlig auf Gentechnik verzichtet. Futtermittel, Zusatzstoffe und Medikamente müssen konventionell erzeugt oder - falls dies nicht möglich ist - durch andere Stoffe ersetzt werden.

  • Ungehorsam gegen die Agro-Gentechnik

    Von
    Jutta Sundermann

    Die freiwilligen Feldbefreier machen wieder mobil gegen die Gentechnik. Nach einer Absage und zwei regionalen Aktionen in Gießen und Oberboihingen am Pfingstwochenende steht Ende Juli das gentechnikfreie Wochenende in Brandenburg bevor.

  • Gentherapie erfolgreich, Patient tot?

    Von
    Uta Wagenmann

    Eine im April vorgestellte Studie macht deutlich, dass gentherapeutische Versuche am Menschen nach wie vor nach dem Trial-and-Error-Prinzip verlaufen, wenn auch auf hohem Niveau. Zudem wirft der Umgang mit dem Tod eines Teilnehmers Licht hinter die Fassade des Helfens und Heilens, mit der sich der von Komplikationen gekennzeichnete Forschungsbereich im Wettbewerb um Mittel und Anerkennung gern in der Öffentlichkeit präsentieren lässt.

  • Verfügungsrecht über Embryonen?

    Von
    Christine Oberer

    Darf eine Mutter allein über "ihre" künstlich erzeugten und für die Zukunft eingefrorenen Embryonen verfügen? Nein, entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) und wies die entsprechende Klage einer 34-jährigen Britin ab. Wie ist diese Entscheidung ethisch zu beurteilen? Ein Diskussionsbeitrag.

  • Die Symmetrie der Geschlechter

    Von
    Ingrid Schneider

    Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zeigt, dass durch die In-vitro-Fertilisation (IVF) und damit durch die Auslagerung von reproduktiven Substanzen (Eizelle, Sperma) aus dem Körper der Beteiligten, sowie durch das "Anhalten von Zeit" (kryokonservierte Lagerung von Sperma, Eizellen, Embryonen) eine neue Dynamik und Verschiebungen in geschlechtliche Machtverhältnisse bezüglich des "Kindermachens" geraten sind:

  • PND: Unausweichliche Entscheidungen

    Von
    Bernhard Wieser

    Durch den verstärkten Einsatz nicht-invasiver Untersuchungsmethoden wurde das Untersuchungsregime der pränatalen Diagnostik (PND) verändert. Diese Veränderungen stellen das Prinzip der Entscheidungsautonomie betroffener Paare radikal in Frage.

  • Embryonal oder adult?

    Von
    Christine Hauskeller

    Die Unterscheidung von embryonalen und adulten Stammzellen ist zum Dreh- und Angelpunkt der ethischen Diskussion über Stammzellforschung in Deutschland geworden. Dabei entbehrt diese Differenzierung einer klaren wissenschaftlichen Grundlage und ist vor allem ein Produkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die politische Beschränkung der Forschungspraxis. Vor diesem Hintergrund wird in Wissenschaft, Recht und Ethik um das Wesen und die Bedeutung einer irreführenden Benennung gestritten.

  • USA: Mehr Zwillinge durch Hormonmilch?

    Von
    Ute Sprenger

    In den USA wird Milchkühen ein vom Biotechnologiekonzern Monsanto hergestelltes gentechnisch verändertes Rinderwachstumshormon verabreicht, um deren Milchleistung zu erhöhen. Eine Studie deutet darauf hin, dass die Zunahme an Mehrlingsgeburten beim Menschen durch den Konsum von Milch- und Fleischprodukten dieser Tiere mitverursacht wird.

  • Gut gekämpft - halb gewonnen

    Von
    Rudolf Buntzel

    Wie werden in Zukunft internationale Lieferungen gentechnisch veränderter Organismen gekennzeichnet? Was sagt die internationale Staatengemeinschaft zur Terminator-Technologie? Ein Bericht über Lobbyarbeit bei COP und MOP in Curitiba/Brasilien und die Früchte der Arbeit.

  • Koexistenz und Kontamination bleiben national

    Von
    Christof Potthof, Marcus Nürnberger

    Die so genannte Koexistenz von konventionellen, ökologischen und transgenen Kulturen bestimmt derzeit die Diskussion über den Einsatz der Gentechnik in der europäischen Landwirtschaft. Publikationen, Tagungen, Ministergespräche - die aktuelle Situation macht deutlich, dass die Erfahrungen mit dem Anbau von genetisch veränderten Kulturen in der EU nach wie vor sehr begrenzt sind.

  • Grundwerte auf dem Prüfstand

    Von
    Hiltrud Breyer

    Ist die Europäische Union mehr als eine reine Wirtschaftsgemeinschaft? Die gescheiterten Verfassungsreferenden zeigten, dass die EU in der Krise steckt. Doch zum echten Lackmustest, ob sich die EU auch als eine Wertegemeinschaft versteht, wird das 7. Forschungsrahmenprogramm (FRP).