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Tiere

Tiere

Die Vielfalt von landwirtschaftlich genutzten Pflanzen und Tieren nimmt ab. Die Rahmenbedingungen bevorteilen Massenproduktion, mit der sich die Economies of Scale nutzen lassen. Vielfaltsfördernde Instrumente fehlen weitgehend, so dass nur ein Bruchteil der noch existierenden Pflanzensorten und Tierrassen genutzt wird. "Erhaltung durch Nutzung" heißt die Devise. Dazu bedarf es der Einbeziehung aller beteiligten Akteure - von der Zucht bis zur Vermarktung.
1980 wurden transgene Bakterien und damit weltweit die ersten Lebewesen patentiert, 1988 folgten in den USA und 1992 in Europa Patente auf die ersten transgenen Säugetiere. Zur Disposition stehen heute letztlich alle wirtschaftlich interessanten Tiere - Schmuse-, Sport- und Wildtiere eingeschlossen. So nimmt die Verfügbarkeit von Tieren für eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung durch eigentumsrechtliche Strategien dramatisch ab.
Tiergenetische Ressourcen werden zunehmend privatisiert. Gleichzeitig sind effektiv immer weniger Tiere an der Zucht beteiligt und der Markt konzentriert sich auf nur wenige Firmen, die ihrerseits weltweit aktiv sind. Eine internationale Konferenz im September wird diese Probleme nicht lösen können.