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Goldener Reis

Goldener Reis

Eine im Januar gestartete Kampagne für die Nutzung des gentechnisch veränderten Goldenen Reis macht Greenpeace und andere für den Tod von acht Millionen Kindern verantwortlich.
(24. Januar 2012) Die neueste Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienst (GID 209, Dezember 2011) geht in ihrem Schwerpunkt der Frage nach, wie dem Problem von Hunger und Mangelernährung beizukommen sein könnte. Agro-Gentechnik wird von seinen BefürworterInnen als Schlüssel zur Lösung der Ernährungsprobleme angesehen. In dieser Ausgabe werden anstelle von technischen Lösungen politische Konzepte betont.

Gleichzeitig mit dem GID 209 haben wir auch den neuen GID Spezial (Nr. 11, Dezember 2011) veröffentlicht. Der programmatische Titel: „Nutrigenomik + funktionelle Lebensmittel = My Food?‟
Was 1999 mit einem überraschenden technischem Erfolg begann, hat Befürworter wie Kritiker der Agro-Gentechnik gleichermaßen unter Zugzwang gesetzt. Kein anderes gentechnisch verändertes Produkt spaltet diese beiden Gruppen mehr als der so genannte Goldene Reis - und das nun schon seit zehn Jahren.
Im Januar 2005 kündigte das Agrarministerium von Bangladesh an, die kommerzielle Zulassung von Goldenem Reis in naher Zukunft erteilen zu wollen. Diese Zulassung hat in Bangladesh zu massiven Protesten von Bauern, Organisationen der Zivilgesellschaft und Wissenschaftlern geführt, welche die Nahrungssouveränität der Bevölkerung durch diese Entwicklungen aufs Schärfste bedroht sehen.