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Biologische Sicherheit

April 2005
Wissenschaft und Forschung spielen zentrale Rollen, wenn es um die Entwicklung der Gentechnologie geht, das liegt in der Natur der Sache. Derzeit gibt es ein heftiges Gerangel um die Ausrichtung der Forschung, die von den Bundesforschungsanstalten in der Zuständigkeit des Bundesverbraucherministeriums durchgeführt werden soll. Die zentrale Frage lautet: Was ist Forschung für die biologische Sicherheit und was ist Produktentwicklung?
Oktober 2005
Das mittelamerikanische Land Nikaragua hat in diesem Jahr bilaterale Vereinbarungen über die Einfuhr transgener Agrarprodukte mit Argentinien und den USA, zwei der wichtigsten Erzeugerstaaten derartiger Kulturen, getroffen. Diese unterlaufen das Anliegen des internationalen Protokolls über die Biologische Sicherheit und fördern allein die Interessen der Staaten, die in großem Stil gentechnisch veränderte Organismen exportieren.
Februar 2005
Aktuell findet der Übergang zwischen zwei Förderprogrammen für Forschung zur Biologischen Sicherheit des Bundesforschungsministeriums statt - Grund genug, Bilanz zu ziehen. Förderpraxis und -kriterien sowie die Forschungsziele des Ministeriums sind nicht immer transparent und lassen auch andere Wünsche offen.
Dezember 2007
International mussten in der Vergangenheit dicke Bretter gebohrt werden, bis dem vorsorg-lichen Handeln zu seinem buchstäblichen Recht verholfen wurde. Das Cartagena-Protokoll über biologische Sicherheit ist wesentliches Ergebnis dieses Prozesses.
Februar 2008
Aus Anlass verschiedener öffentlicher Äußerungen der Professorin Magda-Viola Hanke und ihres Mitarbeiters Henryk Flachowsky über die - vermeintliche - biologische Sicherheit von gentechnisch veränderten Apfelbäumen äußern sich Praktiker und Praktikerinnen aus der Obstzüchtung in einem Offenen Brief. Sie warnen davor, die Gefahren kleinzureden.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat ein neues Programm zur Erforschung der Risiken von gentechnisch veränderten Organismen aufgelegt. Es werden weitgehend alte Ideen an neuen Pflanzen ausprobiert.
(25. Februar 2008) Aus Anlass verschiedener öffentlicher Äußerungen der Professorin Magda-Viola Hanke und ihres Mitarbeiters Henryk Flachowsky (vom Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und Obst, Dresden-Pillnitz, im Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen) über die - vermeintliche - biologische Sicherheit von gentechnisch veränderten Apfelbäumen äußern sich Praktiker und Praktikerinnen aus der Obstzüchtung in einem Offenen Brief. Sie warnen davor, die Gefahren kleinzureden. Das Gen-ethische Netzwerk und andere Organisationen haben diesen Offenen Brief unterstützt.
Anlässlich des Vertragsstaaten-Treffens des Protokoll über die Biologische Sicherheit (Biosicherheits - Protokoll, Cartagena - Protokoll) vom 12.-16. Mai 2008 in Bonn, und der anschließenden Verhandlungen zur Konvention über die Biologische Vielfalt (19.-30. Mai), stellen wir hier in loser Folge Texte und Materialien zusammen, die helfen sollen das Thema - internationale Abkommen rund um die Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft - zu vermitteln.
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