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Lorch, Antje

Lorch, Antje

Im Mai genehmigte das US-Landwirtschaftsministerium Freilandversuche mit bis zu 260.000 gentechnisch veränderten Eukalyptus-Bäumen. Die Genehmigung vermittelt einen Vorgeschmack auf zukünftige Auseinandersetzungen im Kontext der globalen Produktion von so genannten Bioenergien: Der Schutz von Geschäftsgeheimnissen wird groß, der Schutz der Umwelt dagegen klein geschrieben.
Wälder werden zunehmend Teil des agrar-indus­triellen Systems zur Produktion nachwachsender Rohstoffe. Geht es nach den Gentechniker­Innen, werden Pestizide bei der Forschung und Entwicklung neuer Plantagenbäume eine immer größere Rolle spielen.
Immer wieder waren die Verbindungen der VertreterInnen von Aufsichts- und Kontrollbehörden der Agro-Gentechnik und mehr oder minder privaten Vereinigungen und Lobby-Organisationen Thema von Medienberichten und Recherchen. Die Studie „Kontrolle oder Kollaboration?“ versucht einen Überblick zu geben.
Was in den Zusammenfassungen wissenschaftlicher Arbeiten steht, ist nicht immer nur die kondensierte Form der Gesamtfassung. Zum Teil liegt der Verdacht nahe, ihr Inhalt sei eher politisch denn wissenschaftlich motiviert.
Bei der EU liegt ein Zulassungsantrag von BASF für den Anbau einer gentechnisch veränderten Kartoffel vor, über den die EU-UmweltministerInnen am 20. Februar entscheiden sollen. Die BASF scheint zuversichtlich, hat sie doch bereits Mitte Januar über 150 Hektar für den Anbau in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern angemeldet. Und dennoch regt sich kein Sturm der Entrüstung, geht kaum jemand auf die Barrikaden. Fünf gute Gründe, sich dennoch gegen die Zulassung der BASF-Gentech-Kartoffeln zu engagieren.
Gentechnisch veränderter Reis ist in den Handel gelangt, obgleich er weder in den Vereinigten Staaten noch in der Europäischen Union eine Zulassung besitzt. Wie es dazu kommen konnte, ist derzeit noch nicht geklärt.
Am 6. Januar 2005, während Indonesien noch in den dramatischen Folgen des Seebebens vom 26. Dezember gefangen ist, erklärt sich der multinationale Konzern Monsanto in den USA zur Zahlung von insgesamt 1,5 Million US-Dollar bereit. Der Konzern akzeptiert die Strafe für Bestechung in Indonesien und Fälschung von Geschäftsbüchern.
Am 27. Februar endete das erste Treffen der Parteien des Cartagena-
Protokolls zur biologischen Sicherheit. Dieses hatte in Kuala Lumpur (Malaysia) stattgefunden. Es konnten zehn wegweisende Entschlüsse zu Themen wie Informationsaustausch, Finanzierungen und vor allem zum Umgang mit lebenden gentechnisch veränderten Organismen gefasst werden. Ein Update.