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Medizin

Medizin

(Berlin, 9. Oktober 2015) Pünktlich zur bundesweiten Demonstration gegen TTIP und CETA am 10. Oktober in Berlin macht das GeN auf die verheerenden Auswirkungen von Freihandelsabkommen auf Gesundheitsschutz, Medizin und Krankenversorgung aufmerksam - in der Bundesrepublik, der EU und weltweit. Unsere soeben erschienene Broschüre mit Beiträgen aus Ländern dies- und jenseits des Atlantik zum Thema zeigt: Freihandelsabkommen gefährden die Gesundheit, Widerstand ist nötig!

Die geplanten Freihandels- und Investitionsschutzabkommen, die die EU mit Kanada (CETA) sowie den USA (TTIP) abschließen möchte, bedrohen unsere Gesundheit.

GeN Hintergrund "Bittere Medizin - Freihandel und Gesundheit" (Oktober 2015)

• diskutiert Folgen von TTIP und CETA für Gesundheitspolitik und Krankenversorgung

• formuliert detaillierte Kritik am aktuellen Freihandelsmodell

• wirft einen Blick auf den gesundheitspolitischenWiderstand in Europa und Nordamerika

• versammelt Beiträge aus der Bundesrepublik, Kanada, Australien, der EU und den USA

Broschüre, 40 Seiten, DIN A4.

In einer großen Marketingkampagne zu dem neuen, gentechnisch hergestellten Impfstoff Gardasil verspricht der herstellende Pharmakonzern Sanofi Pasteur MSD Schutz vor Gebärmutterhalskrebs. Die Hoffnungen sind groß. Unabhängige Informationen dazu sind hingegen trotz einer Flut von Artikeln ebenso rar wie evidenzbasierte Daten über die Langzeitwirkung der neuen Impfung.

Interview mit Sabine Hancl
Im Streit um die Erstattungsfähigkeit von Insulinanaloga werden die Nebenwirkungen von Humaninsulin erstmals publik gemacht: Vor allem Hersteller und Diabetologen beziehen sich nun auf diese, um einen Verlust von Marktanteilen zu verhindern. Was bedeutet der Argumentationswechsel für die Betroffenen?

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Juli diesen Jahres beschlossen, dass kurzwirksame Insulinanaloga, die eine gentechnisch hergestellte Abwandlung des Insulins darstellen, unwirtschaftlich sind und bei Patienten mit Typ 2-Diabetes nur noch in Ausnahmen auf Kassenrezept verordnet werden dürfen. Der Nutzen und die Sicherheit klassischer Humaninsuline – die immer noch als Vorzeigemedikament der Gentechindustrie gelten – wird weiterhin nicht hinterfragt.

In den USA hat sich das erste Medikament, das nur für AfroamerikanerInnen zugelassen wurde, wirtschaftlich als Flop erwiesen. Doch biologistische Diskurse machen Karriere.