Peuker, Birgit
Peuker, Birgit
Techniken sind nicht wertneutral. Ihre sozialen Folgen bestimmen sich sowohl durch die Form ihrer sozialen Einbettung als auch durch die Möglichkeiten einer sozialen Aneignung. In die Bewertung der Agrar-Gentechnik müssen nicht nur die technischen Verfahren einbezogen werden, sondern auch ihre rechtliche Regulierung und andere gesellschaftliche Faktoren.
Epigenetik ist der neue Hype: nicht nur in der Forschung. Ein Blick in die Ratgeberliteratur erkundet die neuen Wege der Selbstsorge und Prävention.
Die erste GID-Nummer erschien 1985. Damals es gab noch keine Freisetzungsversuche, noch kein Gentechnikgesetz und auch keine Gentechnik-kritische Bewegung im eigentlichen Sinne. Welche Rolle spielte vor 20 Jahren innerhalb der Gentechnik-Kritik im GID die Kritik an der Ökonomie und der Ökonomisierung? Welche Argumente wurden angeführt? Ein Blick ins GID-Archiv zeigt, dass viele Themen, die damals aktuell waren, es auch noch heute sind.
Der Anbau von Holz ist eine der Varianten, wie Biomasse produziert werden soll - mit oder ohne Gentechnik. Ob das positive Auswirkungen auf das Klima hat, ist mehr als umstritten. Plantagen aus schnell wachsenden Bäumen prägen das Bild, mit erheblichen negativen Konsequenzen für Mensch und Biodiversität.
Man soll Erfolg nicht beschreien: Das US-Magazin Forbes hat im Dezember 2009 den Gentechnik-Konzern Monsanto zum Unternehmen des Jahres gewählt. Doch im Moment befindet sich der Gentech-Konzern eher auf einem absteigenden Ast.
Die BASF unterhält vielfältige Beziehungen zu öffentlichen Forschungseinrichtungen. Über Firmenaufkäufe von akademischen Spin-offs und Kooperationsbeziehungen verschafft sich der Konzern Zugang zu wissenschaftlichem Know-How. Darüber hinaus sitzen Vertreter von BASF in den Gremien, die über zukünftige Forschungsrichtlinien und damit über die Vergabe von Forschungsmitteln entscheiden.
Ende Mai fand in Berlin ein bemerkenswertes Pressegespräch statt. Sein Titel: „Nutzung der Grünen Gentechnik ist ethisch geboten!“ Warum sich aus diesem Anlass nicht einmal ganz unvoreingenommen folgende Frage stellen: Wenn die Gentechnik hilft, den Welthunger zu besiegen, dann sollte man sie doch auch anwenden, oder?
Im Juli dieses Jahres wurde in Kassel der Dachverein eines Netzwerks gegründet, das eine Landwirtschaft jenseits von Gentechnik, Pestiziden, Tierquälerei und Agrobusiness fördern will. Das Netzwerk „Solidarische Landwirtschaft“ will eine bestimmte Form ökologischer Landwirtschaft propagieren und praktisch unterstützen: die Idee, dass Verbraucher und Produzenten eine vertrauensvolle Verbindung eingehen.
„Gentechnik kann den Hunger in der Welt besiegen“ - dieser Behauptung der Gentechnikbefürworter begegnet man häufg. Doch wie wird diese Aussage begründet? Der Artikel zeichnet die Argumentationszusammenhänge nach, in denen das „Welternährungs-Argument“ eingebettet ist. Sie sollen eine breite Durchsetzung des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen legitimieren.


