Rajan, Kaushik Sunder
Rajan, Kaushik Sunder
Auf den ersten Blick erinnert die Globalisierung der klinischen Forschung an die Globalisierung anderer wirtschaftlicher Produktionsbereiche wie der Lebensmittel- und Kleidungsindustrie. Was unterscheidet die neuen Abhängigkeitsstrukturen von den alten? Der US-amerikanische Anthropologe und Historiker Kaushik Sunder Rajan stellt Überlegungen zum Charakter der globalen biotechnologischen Beziehungen an.
Die biotechnologische Forschung ist untrennbar verbunden mit einer neuen Phase des Kapitalismus. Dies ist die zentrale Aussage des kürzlich auch auf deutsch erschienenen Buchs „Biokapitalismus” des US-amerikanischen Anthropologen Kaushik Sunder Rajan. Der GID sprach mit dem Autor über die Wertschöpfungsstrategien auf dem globalen Pharmamarkt und das symbolische Kapital der Bioethik.
Mit seinem Anfang des Jahres auf Deutsch erschienenen Buch „Biokapitalismus“ hat der US-amerikanische Wissenschaftsanthropologe Kaushik Sunder Rajan der Debatte zum Verhältnis von Lebenswissenschaften und Ökonomie einen neuen Impuls hinzugefügt. Mit dem „Biokapital“ unternimmt Rajan den Versuch, analog zum Finanz- oder Kaufmannskapital eine besondere historische Ausprägung kapitalistischer Wertschöpfungsformen zu benennen.


