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Schwerin, Alexander von

Schwerin, Alexander von

Bis heute fehlt ein rechtlicher Schutz vor „genetischer Diskriminierung“. Ein effektiver Schutz ist deshalb seit langem eine wichtige politische Forderung der Gentechnikkritik. Ohne Frage ist die Kritik gut gemeint, doch in ihrer geläufigen Form läuft sie Gefahr, das Gegenteil des Gewollten zu erreichen. Was läuft schief in der Kritik? Ein neues Buch von Thomas Lemke hinterfragt die Sonderstellung „genetischer Diskriminierung“ gegenüber anderen Formen der Diskriminierung.
Die Nachricht: Drei Biomediziner, die Erfinder der so genannten „Knockout-Mäuse“ sind mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden! Jetzt stellen Sie sich vor, Sie wären RedakteurIn einer Tages- oder Wochenzeitung. Sie hätten nur noch wenige Sekunden Zeit, um eine Schlagzeile zu finden, bevor es weiter geht.
Knapp eine Woche trafen sich Genetiker und Genetikerinnen aus aller Welt in Berlin. Nach Angaben der Veranstalter handelte es sich um ein Ereignis von historischer Bedeutung. Doch während die Öffentlichkeit vorsorglich mit geballter historischer Reflexion beruhigt wurde, widmete sich der Kongress erwartungsgemäß vor allem der wissenschaftlichen und technischen Zukunft.
Ein kondensierter Blick in die Vergangenheit ruft in Erinnerung, dass Technik und Technologien in linken Zukunfts- und Gesellschaftsmodellen einen zentralen Platz einnahmen. Technikkritik ist eine hart erkämpfte Errungenschaft mit vielen Stolperstellen.
... und niemand feiert mit. Selbst bei den Genetikern und Molekularbiologen findet keine große Party statt wie noch zum 50-jährigen Jubiläum des „genetischen Codes“. Ernüchterung ist allenthalben spürbar. Doch heißt das, dass wir nun auch die alten Auseinandersetzungen um einen genetischen Reduktionismus hinter uns lassen? Eine kleine Umschau auf neu erschienene und immer noch aktuelle Literatur.
Direct-to-Consumer heißt die Marketingstrategie von Firmen, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind und Gentests kommerziell anbieten. Das schnelle Geld ist ausgeblieben. So müssen die Firmen neue Wege suchen - etwa die Massentestung von Studierenden.
Die Mehrheit der Abgeordneten im Bundestag spricht sich derzeit für eine beschränkte Zulassung der PID aus. Eine Mehrheit für ein Verbot kann aber noch zustandekommen.