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Deutschland

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Geht es nach der Europäischen Kommission und dem Chemie- und Gentechnikunternehmen BASF, sollen schon bald gentechnisch veränderte Kartoffeln auf die Felder kommen, um industrielle Rohstoffe zu liefern. Am weitesten fortgeschritten in der Europäischen Union ist das Zulassungsverfahren für die BASF-Stärkekartoffel Amflora.
Am 11. September 2003 wird das Cartagena-Protokoll über die Biologische Sicherheit in Kraft treten - mehr als dreieinhalb Jahre nach seiner Verabschiedung im Januar 2000. Die notwendige fünfzigste Ratifizierung reichte der kleine pazifische Inselstaat Palau am Freitag, dem 13.6.2003 ein. Einige Beobachter maßen dem Cartagena-Protokoll eine entscheidende Funktion bei der Stärkung der Gentechnik-kritischen Kräfte in der weltweiten Auseinandersetzung um gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bei. Dieser Artikel soll einen kurzen Blick auf die momentane Lage bei der Umsetzung des Protokolls werfen und die Frage beantworten: Wem nützt das Biosafety-Protokoll am meisten?
In konzertierten Aktionen versuchen Forschungseinrichtungen, unternehmensnahe Stiftungen und Industrie den Unterricht in allgemein- und berufsbildenden Schulen umzukrempeln: Naturwissenschaftliche Ausbildung soll "standortdienlich" sein und die Akzeptanz der Biotechnologie erhöhen. Die Frage, ob und wie stark wirtschaftliche Interessen öffentliche Bildung mitgestalten sollten, wird gar nicht erst gestellt.
Bundesforschungsministerin Schavan konnte sich mit der deutschen Position im Streit um die europäische Förderung der Stammzellenforschung nicht durchsetzen - und dennoch ist Deutschland Vorbild im Geiste.
Mehr als 23.000 Bauern haben in den vergangenen zwei Jahren erklärt, dass sie keine Gentechnik auf ihrem Acker wollen. Das ist das Ergebnis der Arbeit unzähliger Aktiver vor Ort. Das Projekt "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland" berät Initiativen und bestärkt bestehende gentechnikfreie Regionen.