Monsanto
Heutzutage sind mehrere hundert Resistenzen von landwirtschaftlichen Schädlingen gegen Insektizide bekannt. Auf landwirtschaftliche Systeme zugeschnittene Resistenzmanagement-Programme in den USA dienen dazu, Resistenzentwicklungen der Schädlinge zu vermeiden beziehungsweise hinauszuzögern. Was aber, wenn die Festlegung einer Refugien-Strategie auf dünner wissenschaftlicher Basis erfolgt und die Bauern die Vorschriften teilweise ignorieren?
Oktober 2005
Pflanzen ohne keimfähige Samen - so kommen Konzerne ihrem Wunsch näher, jährlich neues Saatgut verkaufen zu können. Als Maßnahme zur Biosicherheit soll Terminatortechnologie - wieder einmal - hoffähig gemacht werden. Um
diesen neuen Versuchen entgegenzutreten, trafen sich Anfang Oktober VertreterInnen deutscher Nichtregierungsorganisationen und Kampagnen in Hamburg.
diesen neuen Versuchen entgegenzutreten, trafen sich Anfang Oktober VertreterInnen deutscher Nichtregierungsorganisationen und Kampagnen in Hamburg.
April 2006
Das Evangelische Bauernwerk in Württemberg setzt sich seit 15 Jahren gegen die Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft ein, zuletzt im Rahmen einer Demonstration am 12. März. Anlass war eine geplante Freisetzung des Gentechnik-Konzerns Monsanto.
Juni 2004
In Argentinien werden beim Soja-Anbau fast einhundert Prozent gentechnisch veränderte Sorten eingesetzt. Das Land ist nach Brasilien und den Vereinigten Staaten der drittgrößte Lieferant für Sojaprodukte weltweit. Gleichzeitig wurde in den vergangenen Jahren von hungernden Bevölkerungsgruppen berichtet. Der GID hatte Gelegenheit, mit der argentinischen Molekularbiologin Lilian Joensen über die Hintergründe zu sprechen.
Februar 2005
Am 6. Januar 2005, während Indonesien noch in den dramatischen Folgen des Seebebens vom 26. Dezember gefangen ist, erklärt sich der multinationale Konzern Monsanto in den USA zur Zahlung von insgesamt 1,5 Million US-Dollar bereit. Der Konzern akzeptiert die Strafe für Bestechung in Indonesien und Fälschung von Geschäftsbüchern.
Juni 2005
Rechtzeitig zu den ersten Versuchen eines kommerziellen Anbaus von gentechnisch veränderten Sorten in Deutschland kommt mit dem Bericht "Monsanto gegen Bauern" des US-amerikanischen Zentrums für Nahrungsmittelsicherheit ein wenig Licht in das Dunkel, das das juristische Gebaren um die patentierten Sorten umgibt.
Juni 2006
Erstmals für die Anbau-Saison 2002 zugelassen, sorgt die transgene Bt-Baumwolle für nicht enden wollende Streitigkeiten zwischen dem Biotech-Joint-Venture Mahyco-Monsanto, den Landwirten und der Regierung des indischen Bundesstaates Andra Pradesh. Jetzt muss das Oberste Gericht entscheiden.
Juni 2006
In den USA wird Milchkühen ein vom Biotechnologiekonzern Monsanto hergestelltes gentechnisch verändertes Rinderwachstumshormon verabreicht, um deren Milchleistung zu erhöhen. Eine Studie deutet darauf hin, dass die Zunahme an Mehrlingsgeburten beim Menschen durch den Konsum von Milch- und Fleischprodukten dieser Tiere mitverursacht wird.
Oktober 2006
Der Feldzug Monsantos gegen Argentiniens Patentpolitik hat eine neue Stufe erreicht. Der US-Konzern nimmt es jetzt mit den argentinischen und den europäischen Behörden auf. Die EU-Kommission hat signalisiert, Buenos Aires zu unterstützen. Die argentinische Regierung führt als Drittpartei einen Prozess, weil Monsanto in Europa Patentgebühren für transgenes Soja einklagen will, das in dem südamerikanischen Land gewachsen ist.


