Freisetzungsversuch
Freisetzungsversuch
Ein Gerichtsverfahren gegen elf Kartoffel-AktivistInnen, Versuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln und Riesenmais, die Inspektion eines Biotechnologieparks sowie Diskussionen um „Slow Science“ - Zeit für ein paar Neuigkeiten aus Belgien!
Anfang Juli wurden Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt von Unbekannten zerstört. Dabei wurden die an den Flächen eingesetzten Wachleute bedroht und in ihren Aufenthalts-Containern eingesperrt.
In den Jahren 2006 und 2007 wurde in Gatersleben gentechnisch veränderter Winterweizen ausgesät. Im Frühjahr 2008 machten „freiwillige FeldbefreierInnen” dem Freisetzungsversuch ein Ende und stellten sich anschließend der Polizei. Der Prozess vor dem Landgericht in Magdeburg beginnt vorausssichtlich im Februar.
Allenthalben Aktionen und Protest. Agro-Gentechnik mobilisiert Tausende, wenn es um Demonstrationen und regionale Proteste geht. Aber auch die direkten Aktionen auf Feldern erfreuten sich in diesem Frühjahr wachsender Beliebtheit.
Das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung will in einem Versuchsanbau gentechnisch veränderten Weizen freisetzen. Das hat etwa 30.000 Menschen dazu gebracht, eine Einwendung gegen den Antrag zu unterstützen.
Im Dezember 2004 hat die zehnte Konferenz der Vertragsstaaten der UN-Klimakonvention in Buenos Aires stattgefunden. Seit 2003 werden unter ihrem Dach auch gentechnisch veränderte Bäume als Werkzeug zur Stabilisierung des Weltklimas diskutiert.



