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Kennzeichnung

Kennzeichnung

Ab dem 18. April müssen zwei neue EU-Verordnungen zu gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln in den Grenzen der Europäischen Union angewendet werden. Der GID hatte in den vergangenen Jahren bereits mehrfach über die Entwicklung derselben berichtet. Doch: Was ändert sich jetzt eigentlich? Und: Wird jetzt - endlich - alles besser? - Ein Überblick.
Futtermittel mit Gentechnik-Anteil müssen seit April gekennzeichnet werden. Die Firma Bunge kennzeichnet sogar gentechnikfreies Soja und zieht damit den Ärger von Bäuerinnen und Bauern auf sich.
Das mittelamerikanische Land Nikaragua hat in diesem Jahr bilaterale Vereinbarungen über die Einfuhr transgener Agrarprodukte mit Argentinien und den USA, zwei der wichtigsten Erzeugerstaaten derartiger Kulturen, getroffen. Diese unterlaufen das Anliegen des internationalen Protokolls über die Biologische Sicherheit und fördern allein die Interessen der Staaten, die in großem Stil gentechnisch veränderte Organismen exportieren.
Wie werden in Zukunft internationale Lieferungen gentechnisch veränderter Organismen gekennzeichnet? Was sagt die internationale Staatengemeinschaft zur Terminator-Technologie? Ein Bericht über Lobbyarbeit bei COP und MOP in Curitiba/Brasilien und die Früchte der Arbeit.
In die Diskussion um die Kennzeichnung von Produkten von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert worden sind, kommt endlich Bewegung. Der Verbraucherzentrale Bundesverband legte im November einen konkreten Vorschlag vor und trifft damit im Bundeslandwirtschaftsministerium auf offene Ohren.
Mit der Einführung der Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ bietet sich ein echter Anreiz für Bauern, gentechnikfreies Futter zu nutzen. Aber es gibt auch andere gute Gründe.
Der Molkereikonzern Campina kennzeichnet seit kurzem Produkte seiner Premiummarke „Landliebe” mit dem im Frühjahr novellierten „ohne Gentechnik”-Label. Der Konzern belässt es aber nicht bei der Versicherung, keine gentechnisch veränderte Soja zu verfüttern. Landwirte, die für Landliebe liefern, verzichten auch auf importierte Futtermittel.
GentechnikkritikerInnen in den USA kämpfen derzeit an zwei Fronten: Einerseits gilt es, die weitere Ausbreitung der Agro-Gentechnik aufzuhalten und gegen Neu-Zulassungen zu protestieren. Andererseits fordern sie die Einführung einer Kennzeichnungspflicht, um zumindest Transparenz zu schaffen und den Verbrauchern eine Wahlmöglichkeit zu geben.
Seit 2008 gibt es die novellierte Verordnung für die Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“. Ein Metzgermeister aus Unterfranken ist mit seinen Bauern den Weg durch die Zertifizierung gegangen.