Risikobewertung
Risikobewertung
Im Jahr 2004 wurde – mit einjähriger Verzögerung – eine Fall-Kontroll-Studie veröffentlicht, die einen dreifachen Anstieg des relativen Risikos von Multipler Sklerose (MS) nach der Hepatitis-B-Impfung belegt. Sie ist der letzte einer
Reihe beeindruckender Belege für die Häufigkeit, Vielfalt und Schwere der
Nebenwirkungen der – inzwischen seit zwanzig Jahren gentechnisch hergestellten - Hepatitis-B-Impfstoffe. Dennoch lässt sich leicht nachweisen, dass in Frankreich keine Risiko-Analyse durchgeführt wurde, bevor 1995 eine massive Impfkampagne gegen Hepatitis B gestartet worden ist.
Reihe beeindruckender Belege für die Häufigkeit, Vielfalt und Schwere der
Nebenwirkungen der – inzwischen seit zwanzig Jahren gentechnisch hergestellten - Hepatitis-B-Impfstoffe. Dennoch lässt sich leicht nachweisen, dass in Frankreich keine Risiko-Analyse durchgeführt wurde, bevor 1995 eine massive Impfkampagne gegen Hepatitis B gestartet worden ist.
Aktuell findet der Übergang zwischen zwei Förderprogrammen für Forschung zur Biologischen Sicherheit des Bundesforschungsministeriums statt - Grund genug, Bilanz zu ziehen. Förderpraxis und -kriterien sowie die Forschungsziele des Ministeriums sind nicht immer transparent und lassen auch andere Wünsche offen.
An der ETH Zürich läuft derzeit ein internationales Vorhaben, mit dem die wissenschaftlichen Grundlagen zur Einschätzung potenzieller Umweltauswirkungen von transgenen Kulturen in der Landwirtschaft verbessert werden sollen. In einer zweiten Projektphase erarbeitet man mit brasilianischen ExpertInnen eine landesspezifische Grundlage zur Riskioanalyse für Bt-Baumwolle. Die Beteiligung von Betroffenen und transparente wissenschaftliche Analyseverfahren sind dabei wichtige Elemente.
„Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie” - der Untertitel im Namen des neuen Vereins „Testbiotech e.V.” ist Programm. Insbesondere gentechnisch veränderten Pflanzen will eine Gruppe von Expertinnen und Experten auf den Zahn fühlen.


